Damenriege

Damenriege

Mein erster Chihuahua: Johnny Glatzkopf

Es war Liebe auf den ersten Blick. Und bestimmt einer meiner glücklichsten Tage meiner Kindheit, als mich meine Eltern endlich erhört haben und mir einen Hund (natürlich Stadt- und Mietwohnungstauglich) geschenkt haben. Wir schrieben das Jahr 1979 - die Wahl eines Chihuahuas hatte also rein gar nichts mit Paris Hilton's Tinkerbell oder dem Film "Beverly Hills Chihuahua" zu tun.

Vermutlich sind meine Grosseltern schuld. Kascha, ihre liebe Collie-Hündin, hat mich schon in meiner Baby-Phase stark auf Hunde geprägt. Kascha war einfach genial. Noch heute spricht meine Familie liebevoll von ihr. Aber ein Collie war für uns leider nie das Thema, da wir nicht wie die Grosseltern auf dem Land mit Haus und Garten wohnten.

Als ich fünf Jahre alt war, war es zum ersten Mal soweit. Benno, ein schneeweisser Zwergspitz, sollte unser erster Familienhund werden. Und dann kam die Sanierung unserer Mietwohnung - ca. 10 Monate lang Baulärm und Dreck. Der kleine Hund hatte solche Angst, dass wir ihn nach ein paar Wochen schweren Herzens ausquartieren mussten. Als die ganze Liegenschaft endlich fertig umgebaut war, war die Trennung von uns schon viele Monate her und Benno war bei den Freunden bestens integriert und zu Hause. Das war sehr schlimm für mich. Aber ich habe damals schon verstanden, dass Tiere keine Spielzeuge sind und man auf sie Rücksicht nehmen muss (oder meine Eltern haben es mir immer wieder so erklärt).

Wieder musste ich ein paar Jahre auf den nächsten Hund warten. Und meine Eltern mussten sich dafür wohl jahrelang mein "Ich möchte so gerne einen Hund haben!" anhören. Als ich neun Jahre alt war, holten wir endlich Johnny, einen schneeweissen kurzhaar Chihuahua Rüde, nach Hause. Und ich war so richtig glücklich. Den Spitznamen "Glatzkopf" erhielt Johnny, da er als Welpen kaum Fell hatte (eher so einen feinen Flaum).

Und so lernten wir die Vorzüge von Kleinhunden kennen - nebst dem "Jö-Faktor" gibt es viele praktische Gründe, sich für einen Kleinhund zu entscheiden: Sie benötigen nicht viel Platz in der Wohnung, können in der Stadt körperlich genügend ausgelastet werden, sind vom Körpergewicht her einfacher zu kontrollieren, sind perfekte Reisebegleiter (oft kostenlos und können in der Flugzeugkabine mitreisen) und die laufenden Ausgaben halten sich in Grenzen.