Damenriege

Damenriege

Vom Aussterben einer kleinen Bergsprache.

Heute lernen wir korrekte Mundart. Es gab da in den letzten Jahren kleine verbale Verirrungen und Verwirrungen:

Die schlimmste Ver(w)irrung, die meine Ohren bluten lässt sind Nomen mit der Endung: „-ene“. Zum Beispiel das Wort Firma. Das wird dann im Schweizerdeutschen zu „Firmänä“. Aua.

Ich habe auch eine (oder zwei) Theorien, woher das stammt: In Deutschland sagt man zu der Mehrzahl von Firma "Firmen". Da (Theorie 1) der Schweizer eventuell vermehrt deutsches Fernsehen schaut, überträgt er das dann auf seinen Sprachgebrauch. Oder der Schweizer verbringt seit der deutschen Völkerwanderung vermehrt Zeit mit dem nordischen Nachbarn, das Ergebnis ist dasselbe. 

Das war die Theorie.

Nun die grammatikalische Begründung.

 -ene fügt man nur bei Wörtern an, die in Mundart mit „i“ aufhören.

Zum Beispiel Mieti- Mietene, Decki- Deckene.

Sie werden jetzt sicher alle sagen:“Nein, man sagt Firmänä!“ Kürzlich wurde mir sogar erklärt, dass man das im Basler Dialekt schon immer so sagte. Neee, du.

Wir sagen ja auch „Das choschtet 100 Frankä“ und nicht Frankänä. Oder.

Meine Top 3 der schlimmsten Verunglimpfungen:

  •    Spinnänä (Verstehen Sie nicht? Ich auch nicht, sollte „Spinne“ heissen)
  •    Schubladänä
  •    Und hier die ultimative Number 1... Trommelwirbel… Cousinänä! Notabene        stammte dieser Ausdruck von einem HSG-Absolventen.