Damenriege

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Vom Aussterben einer kleinen Bergsprache, Teil 2.

Heute geht es weiter mit der lustigen Schulstunde "Schweizerdeutsch leicht gemacht".
Letzte Woche haben wir uns über die Un-Endung „ene“ (http://www.schweizer-illustrierte.ch/miss-meyer/vom-aussterben-einer-kleinen-bergsprache) aufgeregt und gefreut, dass wir nicht allein auf weiter Flur stehen damit.   Heute nehmen wir uns der neuesten beknackten Endung an. Nennen wir sie "Endung S". Wie in „Details, Autos, Heftlis“   Details und Autos kommen interessanterweise im alltäglichen Sprachgebrauch am häufigsten vor. Neben Büsis.   B-ü-s-i-s! Oder Meitlis. Au schön. Nicht.   Vor geraumer Zeit sagte man in der Mundart hierzu noch Büsi. Muss wohl um 1875 das letzte Mal geschehen sein.   Auch hier ist der Ursprungsort derselbe wie bei „Schubladene“: zuviel deutscher Fernsehkonsum und/oder zuviel Deutsch hören im Alltag.   Es ist simpel. Der Deutsch sprechende Mensch sagt „Autos“, der Schweizerdeutsch sprechende nicht. Stummes S.   No rocket science.