Damenriege

Damenriege

Warum ich nie Stripperin werde- Ein Erlebnis-Report.

Miss Meyer hat es getan. Etwas, was sie nie für möglich gehalten und, ehrlich gesagt, auch ein wenig verurteilt hat: Pole Fitness. Striptease-Sport. An der Stange.

Ich war in einem Raum voller pinker Stripperstangen. Mir wurde der Sport von zwei Damen empfohlen, die mir am Herzen liegen. Eine davon so sympathisch unsportlich wie ich. Und sie liebt das Pole Fitness. Das soll doch was heissen!

Ich steh also barfuss dort, mit matchendem Töpli wie die Stange, und los geht's. Man lernt zuerst sexy gehen (immer auf  den Zehenspitzen!) und schwups die erste Figur: Der Feuerwehrmann. Fürio.   Nun, Pole Fitness sieht erstens einiges leichter aus als es ist und zweitens schmerzen meine Oberarme, während ich das schreibe. (Eine halbe Stunde nach dem Erlebten.)   Womit aber leider niemand gerechnet hat obwohl es denkbar möglich ist: Mir wurde schwindlig. Das ist das Alter, sag ich Ihnen. Gut, schon als Kind hab ich an der Chilbi recht schnell schlapp gemacht, aber früher machten mir Höhen (das hat jetzt nichts mit dem Thema zu tun) nichts aus und mir wurde nach zwei Umdrehungen nicht ürglig. Ich sah schon die pinke Stange gefärbt mit Bröckli. Während uns Lehrerin Uschi antrieb nochmals eine Feuerwehrmann-Choreographie zu machen und noch eine. Wurgs.   Was ich mit den restlichen 9 Lektionen mache, entscheide ich nächste Woche.   Abgesehen vom Schwindel aber war's nicht unlustig. Slutty fun times. Und fit wie Hölle wird man sicherlich auch.   (Übrigens, und ich weiss, jeder will das wissen, erfüllte nur eine Teilnehmerin das Klischee der Pole Fitness-Besucherin. Sie war 55x so braun wie ich, hatte lange Acryl-Nägel, falsche lange blonde Haare und riesiges Gebrüst. Love it.)  

PS. Wie die gezeigte Figur heisst, weiss ich nicht. Nennen wir sie "Bö".