sandra_c-blog.png

Der ganz normale Wahnsinn

Wie bringt Sandra C. Kids und Job unter einen Hut? Easy! Oder doch nicht?

10 Gründe, froh zu sein, keine kleinen Kinder mehr zu haben

Es ist Ferienzeit für die Kinder. Nicht jedoch für Familienbloggerin Sandra C. Ihre Kids sind deshalb «gezwungen, zu Hause rumzuhocken, während alle anderen an schönen Stränden und in tollen Hotels sind» (O-Ton Tochter der Bloggerin). Niedliche Kleinkinder hingegen haben Freude daran, mit Mami und Papi Zeit zu Hause zu verbringen. Doch Sandra C.s (vor-)pubertierende Kids jammern in erster Linie rum. Um sich daran zu erinnern, dass es dennoch toll ist, keine kleinen Kinder mehr zu haben, schreibt unsere Familienbloggerin eine Liste mit zehn Gründen, weshalb das so ist.

1. Man kann den Kindern Dinge erklären, und sie verstehen sie. Was nicht heisst, dass sie sich an Vorgaben halten oder gleicher Meinung sind wie ich, aber ich kann so mindestens einen kleinen Teil der Verantwortung abgeben, und es ist nicht mehr allein meine Schuld, wenn sie beschliessen, sich tagelang von Chips und Glacé (gekauft vom Sackgeld) zu ernähren.

2. Sie machen zwar immer noch alles Mögliche kaputt, aber so langsam können sie auch ganz nützliche Dinge. Kochen oder Backen zum Beispiel, oder den Geschirrspüler ausräumen. Was nicht heisst, dass sie das wirklich machen, aber ich weiss, dass sie es könnten.

3. Sie ziehen sich selbst an, und deshalb ist es mir egal, wie sie rumlaufen. Sie kriegen zwar immer noch eine Krise, wenn ihr Lieblingsshirt in der Wäsche ist, aber ich kann ihnen wenigstens sagen, sie sollen es selbst da rausholen, wenn sie unbedingt den ganzen Tag nach Schweiss stinken wollen.

4. Ich muss mir nicht mehr «Pingu» oder «Bob der Baumann» ansehen, sondern kann «richtige» Filme mit ihnen schauen - auch im Kino, in 3 D oder 4 DX.

5. Sie fallen nicht mehr regelmässig vom Velo oder die Treppe runter, was die Anzahl der Aufenthalte in der Notaufnahme auf ein Minimum reduziert. Auch wenn sie «Geht hier nicht barfuss, es hat Scherben» ab und zu mal als Witz verstehen.

6. Ich kann aufs WC und duschen, ohne dass mir jemand folgt. Auch wenn fast immer jemand «Maaaaaami» schreit, sobald ich die Badezimmertür hinter mir schliesse.

7. Sie stecken nicht mehr alles in den Mund, was sie auf dem Boden finden. Dafür alles, was sie in der obersten Küchenschublade finden, wenn sie rankommen. Ich hab mal versucht, dort Gemüse zu verstecken. Hat nicht funktioniert.

8. Sie tragen Streitereien nicht mehr auf dem Spielplatz aus, sondern über Whatsapp. Da wird zwar auch mal heftig ausgeteilt, aber ich muss mich nicht mehr bei anderen Eltern entschuldigen, weil ihr Kind im Sandkasten eine Schaufel auf den Kopf gekriegt hat.

9. Sie organisieren ihr Sozialleben selbst. Das heisst, ich muss mich nicht mehr mit Eltern rumschlagen, die ich eigentlich nicht mag, sondern habe nur noch mit denen Kontakt, die ich gut finde.

10. Sie haben keine Wutanfälle mehr. Na ja, fast keine. Na ja, nicht mehr täglich. Und sie schlagen sich dabei nicht mehr den Kopf an die Wand. Dafür knallen sie Türen. Aber das beunruhigt mich doch ein bisschen weniger.