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Der ganz normale Wahnsinn

Wie bringt Sandra C. Kids und Job unter einen Hut? Easy! Oder doch nicht?

Das kuriose Oster-Wissen meiner Kinder

Es ist Ostern! Die Kinder von Sandra C. glauben schon lange nicht mehr an den Osterhasen. Wenigstens sind sie nicht mehr so ahnungslos, warum wir dieses Fest überhaupt feiern. Auch wenn sich die Familienbloggerin schon fragt, was genau ihre Kinder im Religionsunterricht eigentlich lernen.

Was waren das noch für Zeiten, als die Kinder am Ostersonntagmorgen aufgeregt aus ihren Betten hüpften und hofften, noch einen Blick auf den Osterhasen zu erhaschen. Einmal hat mein Sohn tatsächlich seine Fussspuren im Schnee auf der Terrasse unseres Hauses in den Bergen entdeckt und aus ihnen geschlossen, dass der Osterhase gut drei Meter gross sein muss.

Es waren die Fussspuren meines Bruders, der sein Osternest versteckt hat – super gemacht! – und der ist zwar gross, aber doch nicht ganz so gross. Da beide Kinder Ende des Sommers Geburtstag haben, bekamen sie auf Ostern statt viel Schoggi und Süssigkeiten (die sie dann halt von diversen Verwandten und Freunden bekamen) Dinge, die sie für den Sommer brauchten (oder auch nicht):

Scooter, Inline-Skates, Turnschuhe und natürlich ihre Kindergarten- beziehungsweise Schultasche in den Jahren, als sie in Kindsgi und Schule kamen. Hach, war das süss, als sie diese voller Stolz aus den Büschen zogen! So hat sich das mit den Geschenken eingebürgert. Auf diese wollen sie natürlich auch mit ihren 13 und 11 Jahren nicht verzichten.

Die händ im Religionsunti gseit, mir fiired sini Uhr-Verschtehig!

Aber um sicherzugehen, dass ihre ahnungslose Mutter nicht irgendwas Komisches kauft, haben sie sich die Sachen selbst bestellt. Natürlich auf meine Rechnung. Ich habe mir dafür die Freiheit herausgenommen und die Päckli abgefangen und versteckt. Sie können sie am Ostersonntag suchen gehen!

Wenigstens ein bisschen Logik, bitte!

Dafür wissen sie heute im Gegensatz zu damals zumindest so halbwegs warum wir Ostern feiern. «Weisst du, was an Ostern passiert ist?», frage ich meinen Sohn. «Jesus ist gestorben oder so.» Das ist doch schon mal besser als vergangenes Jahr, als er sich noch darüber wunderte, dass man einen Feiertag geschaffen hatte, nur weil Jesus die Uhr verstanden habe: «Die händ im Religionsunti gseit, mir fiired sini Uhr-Verschtehig!»

Jesus kann doch nicht auferstanden sein, bevor er gestorben ist!

«An Ostern ist er nicht gestorben, sondern auferstanden», sage ich. «Weisst du, was auferstanden heisst?» – «Ja, er ist nicht mehr richtig tot, sondern lebt im Himmel. Wie Neni und Urnani und der Hund von Sascha.» – «Genau. Und weisst du, wann er gestorben ist?» – «Der Hund von Sascha?» – «Nein, Jesus!» – «Keine Ahnung. So zwei Wochen nach Ostern?»

Komm schon Kind, wenn du nichts in diesem Religionsunterricht gelernt hast, sei wenigstens logisch! «Er kann doch nicht auferstanden sein, bevor er gestorben ist!» – «Wann ist er dann gestorben?» – «Am Karfreitag, am Freitag von Ostern.» – «Ach deshalb haben wir dann auch frei.» – «Genau.»

«Wann ist Neni gestorben?» – «Am 21. April.» – «Und Urnani?» – «Am 23. April.» – «Boah, wenn der Hund von Sascha jetzt noch am 22. April gestorben wäre, meinst du, ich würde dann auch drei Tage frei kriegen?» Amen. Und frohe Ostern.