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Der ganz normale Wahnsinn

Wie bringt Sandra C. Kids und Job unter einen Hut? Easy! Oder doch nicht?

Frühlings-Gefühle

Nachdem sie im letzten Blog eher nachdenklich war, versprach Sandra C. diesmal über etwas Leichtes zu bloggen: Den Frühling. Nun will die Familienbloggerin zwar keine Spielverderberin sein – aber soooo toll findet sie diesen Frühling nun auch wieder nicht ...

Eins vorweg: Ich liebe den Winter. Als Berg-Kind gibt es für mich kaum etwas Schöneres als Schnee und Sonne, Pisten, Skifahren (und Après-Ski). Und weil ich dieses Jahr untypischerweise in den Sportferien zwei Wochen am anderen Ende der Welt war, fehlen mir zwei Wochen Winter, irgendwie. Nicht, dass ich mich über die Ferien beklage – aber irgendwie kam für mich das Ende des Winters dieses Jahr ziemlich abrupt.

Rotgeschwollene Augen und eine triefende Nase sind nicht besonders sexy

Und nicht, dass ich den Frühling gar nicht mag – ich liebe Sonne und Wärme – aber irgendwie bringt er für mich doch jedes Jahr diverse Unannehmlichkeiten mit sich. Unter anderem ein „Geschenk“, um das ich nie gebeten habe und das er wirklich, wirklich gern behalten dürfte: Heuschnupfen. Da kannst du dich der aussergewöhnlich warmen Temperaturen wegen in die kürzesten Hotpants stürzen, die du hast – rotgeschwollene Augen und eine triefende Nase sind trotzdem nicht besonders sexy. Und immer wieder erklären zu müssen, nein, man sei nicht krank, und danke, man müsse gar nicht erst anfangen mit „Gesundheit“ sagen, ist auch nicht besonders witzig.

Meiner Tochter geht’s auch nicht viel besser. Sie bleibt zwar Gott sei Dank vom Heuschnupfen verschont. Es gibt aber etwas anderes, das ihr regelmässig den Frühlingsanfang vermiest: Ihre extrem empfindliche Haut. Als sie zur Welt kam, brach kurzzeitig Panik aus, weil sie dermassen hell war, dass sie bläulich wirkte, und man dachte, sie habe viel zu wenig Sauerstoff bekommen. Bis man merkte: Sie ist einfach so – rötliche Haare, Sommersprossen, helle Haut. Als Baby und Kleinkind entwickelte sie mit den ersten Sonnenstrahlen jeweils sofort eine Allergie, die sich nur mit Cortison bekämpfen liess. Heute ist es zwar nicht mehr so schlimm – aber nur schon zehn Minuten zu lange an der Sonne können zu üblen Sonnenbränden führen. Gerade im Frühling, wenn sich ihre Haut erst wieder an die Sonne gewöhnen muss. Und das Kind sich ans Eincremen mit Sonnencreme (was es „gruusig“ findet – aber spätestens nach dem zweiten Sonnenbrand doch nötig.)

Kaum habe ich die Winterklamotten im Keller und die Sommerkleider im Schrank verstaut, wird es wieder arschkalt

Und dann die Sache mit den Klamotten. Ich amüsiere mich zwar regelmässig darüber, wie unterschiedlich die Kids auf dem Schulweg rumlaufen: Während die einen noch in Daunenjacke und Mütze unterwegs sind, tragen andere bereits Shirt, Shorts und Sandalen (und dann gibt’s noch unseren Nachbarsjungen, der Shorts mit Daunenjacke kombiniert. „Aber seine Familie ist britisch, das zählt nicht“, sagt mein Sohn). Jedenfalls hab ich die Erfahrung gemacht, dass, kaum habe ich die Winterklamotten im Keller und die Sommerkleider im Schrank verstaut, es wieder arschkalt wird, und ich jeden Morgen im Keller nach Pullis graben muss. Ich hab jetzt also erst die dicksten Winterjacken runter gebracht und den Rest mal hierbehalten – und steige regelmässig in den Keller, weil die Kids nach kurzen Hosen schreien.

Aber eben – so mühsam der Frühling für mich manchmal ist – natürlich ist es toll, dass es wieder früher und länger hell ist, man draussen sein, den Grill anwerfen, Sonne tanken kann. Und ich will ihn ja niemandem vermiesen. Also geniesst den Frühling!