Der ganz normale wahnsinn

Der ganz normale Wahnsinn

Kids und Job unter einen Hut bringen? Easy! Oder doch nicht?

Alle Jahre wieder

Und wieder hat ein neues Jahr begonnen. Zeit also, einmal mehr gute Vorsätze zu fassen. Auch für Familienbloggerin Sandra C. Wie realistisch die sind, wird sich im Laufe des Jahres zeigen.
Neues Jahr 2015 Wünsche gute Vorsätze einhalten
© Getty Images

Wer kennt sie nicht, die guten Vorsätze fürs neue Jahr. Auch Familienbloggerin Sandra C. hat welche.

Mich rein essenstechnisch nicht mehr von meinen Kindern tyrannisieren lassen! Ab heute denke ich beim Einkaufen nicht mehr «das hat der nicht gern», «das mag die nicht» und «das essen sie sowieso nicht». In den Einkaufskorb kommt, was ich bestimme, und in den Kochtopf auch. Inklusive Pilze, Auberginen, Zucchetti und Käse. Vielleicht sind sie dann so damit beschäftigt, ihr Essen zu sezieren, dass sie gar nicht mehr zum Motzen über dasselbige kommen.

­Mich nicht mehr von meiner vorpubertären Tochter provozieren lassen! Sie findet mich doof und peinlich. Ein Fakt, den ich mir einfach gleich zu Beginn des Jahres merke. Die Antwort auf jede Provokation ihrerseits ist von jetzt an ein knappes: «Ja, ich weiss.»

­Den Stress am Morgen auf ein Minimum beschränken! Vielleicht müsste ich sie einfach mal im Pyjama zur Schule schicken? Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie sich danach jeweils ziemlich schnell und ziemlich freiwillig anziehen.

­Nicht mehr heimlich den Schmuck meiner Tochter ausleihen! Sie hats gemerkt und fordert Gegenrecht.

­Nicht mehr alle paar Wochen ein neues Schloss für Velos, Scooter und Skateboards kaufen. «Ihr habts wieder verloren/liegenlassen/den Code vergessen? Kauft selbst ein neues Schloss oder geht zu Fuss.»

Meinen Kindern nicht mehr alles hinterhertragen! Wer im Stande ist, über die Turntasche, die direkt vor der Haustüre liegt, drüber zu steigen, kann auch in der Pause nach Hause laufen, um sie zu holen. Oder, wie mein Vater zu sagen pflegte: «Wer kein Chopf hät, hät Bei!»

­Meinen Sohn aufklären! Ich habe mit Schrecken festgestellt, dass ihm sogar das Grundwissen fehlt. Beim Versuch, ihm zu erklären, was es bedeutet, wenn ein Tier kastriert ist, meinte er, das sei nicht so tragisch, schliesslich bekämen ja die Mädchen die Kinder, nicht die Buben. Nun ja, mittlerweile weiss er wenigstens, dass es beides dafür braucht.

­Der Lehrerin meines Sohnes möglichst bald einen Kuchen bringen. Oder eine Flasche Wein. Oder ihr einfach ein bisschen Kohle zustecken. Vorbeugend.

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