Der ganz normale wahnsinn

Der ganz normale Wahnsinn

Kids und Job unter einen Hut bringen? Easy! Oder doch nicht?

Do more of what makes you happy!

Das Jahr geht zur Neige, ein neues kommt - und mit ihm die guten Vorsätze. Eigentlich hat Sandra C. aufgehört mit den Neujahrs-Vorsätzen. Ist ja nicht so, dass sie je einen davon eingehalten hätte. Diesmal nimmt sich die Familienbloggerin aber eines vor. Einen Spruch, den sie irgendwo an einer Wand gekritzelt gesehen hat: «Do more of what makes you happy.» 
Familienblog Neujahrsvorsätze Kinder Familie
© iStock

Die Kinder von Sandra C. versetzen sie täglich in Staunen.

Mach mehr von dem, was dich glücklich macht. Aber was macht mich eigentlich glücklich? Meine Kinder könnens nicht sein. Schliesslich machen Kinder Umfragen zufolge ihre Eltern eher unglücklich. So haben kanadische Wissenschaftler herausgefunden, dass die Geburt eines Kindes «einen erheblich negativen Einfluss auf den Gemütszustand einer Person haben kann». Und laut einer deutschen Studie fühlen sich 60 Prozent aller Eltern nach der Geburt des ersten Kindes so unglücklich, dass sie auf keinen Fall ein zweites wollen.

Klingt nicht gerade nach einem Werbespot fürs Elternwerden. Nun ja, wenn ich damals bei der Bestellung hätte ankreuzen können, hätte ich vermutlich mein Kreuz auch nicht an der Stelle «Hat mit Jährig Nachtschreck und wacht jede Nacht schreiend auf» gemacht. Oder bei «Prügelt sich mit zwei Jahren über den Spielplatz». Oder bei «Wird mit elf von heute auf morgen ein Teenager und hat depressionsähnliche Zustände, die dich dein ganzes Leben hinterfragen lassen». Oder bei «Hasst mit zehn Jahren die Schule und beansprucht Dreiviertel deiner Zeit mit dem Kampf um Hausaufgaben und Lernen».

Trotzdem - und auch wenn es beileibe nicht die Aufgabe meiner Kinder ist, mich glücklich zu machen, denn ich allein bin für mein Glück verantwortlich! -: Ich scheine eine der wenigen zu sein, die sagt: Meine Kinder machen mich glücklich. Sie versetzen mich täglich in Staunen, weil sie die Welt so anders sehen als ich. Weil sie die Prioritäten so anders setzen als ich. Weil sie mich jeden Tag zum Lachen bringen. Was ist schon eine schlaflose Nacht gegen einen kindlichen Lachanfall? Was ist schon eine Quengelei auf dem Spielplatz gegen ein Kind, das eifrig und voller Begeisterung sein Lego zusammensetzt? Was ist schon ein motzender Teenager gegen ein Mädchen, das dir seine Geheimnisse anvertraut? Was ist schon ein kleiner Hausaufgaben-Verweigerer gegen einen Buben, der sich über eine gute Note freut, weil du ihn zum Lernen motiviert hast? (Auch wenns mit Kohle war...)

Mein Vorsatz für 2017: Mehr Lachen mit meinen Kindern. Mehr Legobauen mit meinen Kindern. Mehr Geheimnisse teilen mit meinen Kindern. Mehr Lernen mit meinen Kindern. Mehr Lernen von meinen Kindern. Mehr von dem machen, was mich glücklich macht! Euch allen ein glückliches Neues Jahr!

Im Dossier: Alle Familienblogs von Sandra C.