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Die Rothenbühler Kolumne

Peter Rothenbühler schreibt jede Woche Persönlichkeiten, die aufgefallen sind.

«Ihr gutes Aussehen kann Ihnen niemand wegnehmen»

Peter Rothenbühler schreibt jede Woche Persönlichkeiten, die aufgefallen sind. Dieses Mal Filippo Leutenegger, der nach seiner Niederlage gegen Corine Mauch zwangsversetzt wurde. 
peter rothenbühler filippo leutenegger
© Patrick Hürlimann / Keystone

«Schwer enttäuscht»: Stadtrat Filippo Leutenegger wurde in Zürich vom Tiefbau- ins Schulamt zwangsversetzt.

Lieber Filippo Leutenegger

Eigentlich schön, dass Politiker wie Sie noch Emotionen zeigen können. Normalerweise stecken Politprofis Niederlagen mit einem Lächeln ein. Vor allem, wenn sie selbst gemacht sind: Haben Sie wirklich Chancen gewittert, in der links-grün dominierten Stadt Zürich Corine Mauch das Stadtpräsidium zu entreissen? 

Oder haben Sie sich überschätzt, wie damals, als Sie zu schnell das Amt des SRG-Generaldirektors anvisierten? Nun haben die Stadtrats-Kolleg(inn)en Sie, den Wahlverlierer, vom Tiefbau- und Entsorgungsdepartement ins Sport- und Schuldepartement versetzt.

Und Sie reklamieren beleidigt, das sei ein ideologischer Machtentscheid. Na und? Darum gehts doch immer in der Politik. Nur eins kann Ihnen niemand wegnehmen, Ihr gutes Aussehen. Da schlagen Sie alle im Stadtrat. 

Schauen Sie, wies Corine Mauch macht!

Aber unter uns gesagt: Ein leicht abgemagertes Gesicht mit Bart kommt nur mit einem Lächeln fotogen rüber. Ansonsten kriegen die Kinder Angst. Nicht gut für einen angehenden Schuldirektor! Schauen Sie, wies Corine Mauch macht: stets elegant, selbstsicher und lächelnd. Echt präsidial.

Wenigstens müssen Sie jetzt nicht mehr demonstrativ mit Roller und E-Bike durch die Stadt fahren, was bei Ihnen ja schon zu Hand- und Fussbruch geführt hat. Und noch eins: Sie können sehr froh sein, dass Sie es mit eher wirtschafts- und ordnungsfreundlichen Linken und Grünen zu tun haben.

Kommen Sie mal nach Lausanne, hier können Sie erleben, was knallharte links-grüne Stadtregierungen so alles anrichten: Wir haben Bettler und Drogenhändler an jeder Strassenecke. Zürich ist ein Paradies dagegen.

Mit freundlichen Grüssen
Peter Rothenbühler