Eat Pay Live

Pattaya, Pattayaaa

Der erste Besuch ist angekommen. Wie ein Schweizer so richtig aus der Fassung gerät – oder: Per Taxi nach Pattaya.

So lässig, ein Kollege aus der Heimat ist in Bangkok. Es versteht sich von selbst, dass ich ihm «meine» Stadt zeige. Inklusive Tourikram an der Khao San und Real Life in meiner Gegend. Und der Schweizer wäre ja kein Schweizer, wenn er nicht alles unglaublich günstig finden würde. «Krass!», «Was???», höre ich von – nennen wir ihn Dominik – regelmässig. Dominik scheint auch sonst etwas aus der Fassung: So viele Menschen, so viele Eindrücke, die Hitze, der Smog. Bangkok schlaucht ganz schön, ja.

Dominik, der sich sonst eher an Örtchen wie Schaffhausen gewöhnt ist, kämpft, zwei ganze Tage, dann kapituliert er. «Ich brauche Strand, ganz dringend, Meer, Luft», sagt er. Ein Plan muss her, schliesslich will ich meinen Gast nicht gleich vergraulen. Nun liegt Bangkok ja bekanntlich nicht am Meer, weit weg ist es allerdings nicht. In rund zwei Stunden erreicht man beispielsweise Pattaya. Den Badeort, den der eine oder andere aus dem Fernsehen kennen dürfte. Den Badeort, der wohl mit den meisten Vorurteilen kämpfen muss. Trotzdem, der Kollege ist begeistert, ein Tagestrip soll’s sein.

Boppeler & Stark für Arme

Ich mache mich also schlau, wie wir am besten von Bangkok nach Pattaya kommen und finde schnell heraus, dass regelmässig Minibusse aus der Stadt fahren, für 400 Baht (ca. 12 Franken). Unser Tagestrip ist so gut wie geregelt, bis Dominik und ich am Abend im Taxi sitzen. Der Schweizer kommt auf eine geniale Idee, wie er im ersten Moment findet: «Ich zahle uns ein Taxi nach Pattaya!»
 



Gerne hätte ich euch das Ende dieser Geschichte auch noch gezeigt, aber dafür würden sich selbst Boppeler & Stark (Viktor Giacobbo, Mike Müller, falls Sie mal einen neuen Charakter brauchen, D.R. aus SH scheint mir ein Kandidat) schämen.

Mit Britney gen Norden

Es versteht sich von selbst, dass wir beide bis jetzt nicht in Pattaya gelandet sind. Stattdessen hat sich Dominik vorgenommen, mehr über das Wesen des Taxifahrers in Bangkok herauszufinden. Und ich habe mich entschieden mit dem nächsten Besuch – nennen wir sie Amélie – eine ganz andere Richtung einzuschlagen. Wir fahren mit dem Zug nach Chiang Mai. Dass meine Freundin schon sehr konkrete Vorstellungen des «Road Trips» hat und konstant «Not a Girl» von Britney Spears pfeift, beunruhigt mich momentan nur marginal...