haus und herd

Haus und Herd

Vier Spitzenköche tauschen Küchenschürze gegen Tastatur.

Attisholz goes Hotel!

Blogger und Spitzenkoch Jörg Slaschek vom Restaurant Attisholz vermietet demnächst ein Zimmer. Daher muss der Hobby-Architekt bis zum August noch etliche Fragen klären.

Ich muss immer etwas Neues machen, ich kann mit Stillstand nicht leben. Ausserdem bin ich von meinem Streben, meinen Gästen jeden Wunsch zu erfüllen, fast besessen.

So ist mein neuestes Projekt entstanden: Ein romantisches Hotelzimmer zu bauen - auf höchstem Niveau, für die Gäste, die auch auf den Genuss von Wein nicht verzichten möchten oder ein romantisches Wochenende verbringen möchten. Was es aber dafür alles braucht, habe ich wirklich unterschätzt.

Bis das Hotelzimmer gezeichnet war und ich mich immer wieder umentschieden habe, wie es am Schluss aussehen sollte, vergingen drei ganze Wochen. Das Badezimmer war das Schwierigste an allem. Als das endlich geschafft war, ging es erst richtig los!

Das Isolieren der Wände, das Bauen des Badezimmers und die Installation des Lichts haben noch nochmals vier Wochen gedauert. Aber ich hatte Freude daran zu sehen, wie sich das Hotelzimmer immer weiter entwickelt hat. So langsam nimmt das Zimmer richtig Gestalt an und so stellen sich die nächsten Fragen: Farbe der Wände? Welcher Boden?

Das Thema mit den Gardinen war auch eine Sache, die fast so viel Zeit in Anspruch genommen hat wie die Zeichnung des Grundrisses. Bauen wir Schienen? Schwer entzündbare Stoffe sollen es sein, aber gehen Sie bis zum Boden? Und welche Farbe? Und welche Farbe nehmen wir überhaupt für die Wände? Die Gleiche wie für die Decke? Fernseh-Anschluss? Soll es überhaupt einen geben? Schliesslich ist dieses Zimmer für Romantiker gedacht…

Fragen über Fragen, und es hört nicht auf. Es kommen nur noch mehr dazu! Wie soll der Service aussehen? Vielleicht nur diskret? Muss ich noch jemanden einstellen? Also habe ich mir überlegt: Wenn ich eine romantische Nacht mit meiner Frau im Hotel verbringe, schätze ich den diskreten Service. Es wird also eine eigene Kaffeemaschine sowie eine Auswahlkarten für die Wünsche zum Frühstück geben. Dann kann alles schon vorbereitet werden, ohne dass der Service «stören muss».

Ich freue mich riesig auf «mein» Zimmer - und bin gespannt auf die Resonanz. Und auch wenn der Aufwand grösser als gedacht ist, sofern ich die Wahl habe, würde ich sofort wieder ein Zimmer gestalten. Neugierig für welche Wandfarbe und Gardinen wir uns schlussendlich entscheiden werden? Hier können Sie die Entwicklungen mitverfolgen. Übrigens: Ab August steht das Schmuckstück dann zur Vermietung bereit...

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