haus und herd

Haus und Herd

Vier Spitzenköche tauschen Küchenschürze gegen Tastatur.

Der Sommer ist da!

Blogger und Spitzenkoch Beat Stofer vom Hotel Balm weiss, dass der Sommer in der Gastronomie Gold wert ist. Dann ist die Stimmung der Gäste ausgelassen, man fühlt sich bei einem Mittag- oder Abendessen auf der Terrasse oder im Garten wie in den Ferien und hat Lust zu konsumieren.

Endlich ist der Sommer da! Unsere Terrasse ist seit zwei Monaten bereit. Der Boden wurde frisch geputzt, die Tische und Stühle stehen wieder an ihren gewohnten Plätzen, der Gärtner brachte die knallroten Blumen. Und nach ein paar sonnigen Frühlingstagen war wieder alles vorbei.

So kann es uns in der Zentralschweiz halt ergehen. Das Wetter ist nicht sehr beständig. Dafür ist für mich Luzern und die Gegend um den Vierwaldstättersee zum Leben mit der Familie die schönste der Welt.

Gehört da nicht der Regen ein bisschen dazu? Die Natur wäre ohne Regen und Feuchtigkeit nie so schön. Die vielen Bäume und die Wiesen wären auch nicht so satt grün. Und wir blicken da mitten rein.

Leider weiss die Natur manchmal, wie auch wir Menschen nicht, wann genug ist und so führt zu viel Regen und Nässe zu schrecklichen Naturkatastrophen wie wir im Moment an vielen Orten in Europa sehen, hören und vielleicht erleben müssen.

Für mich ist es immer wieder ein Phänomen, dass unser Körper sich ab April auf Sonne und Wärme freut, diese dann auch möchte und braucht. Denn die Sonne gibt uns ja bekanntlich Energie und Kraft. Wenn es Sommer ist, brauche ich weniger Schlaf, bin am Morgen, wenn ich aufstehe schon total fit und möchte am liebsten im See baden gehen.

Die Kinder können nach dem Nachtessen noch draussen spielen, sind zufrieden und haben nicht das geringste Bedürfnis ihre Spielsachen hervor zu nehmen oder sogar den Fernseher einzuschalten. Sie gehen zufrieden und müde ins Bett. Die Stimmung der Gäste ist ausgelassen, man fühlt sich bei einem Mittag- oder Abendessen auf der Terrasse oder im Garten wie in den Ferien, man hat Lust zu konsumieren. Ein erfrischender Apero, eine Flasche Wein. Man möchte noch nicht nach Hause gehen, es ist zu schön. Um das alles so geniessen zu können, braucht es da nicht ab und zu eine Phase, in der es regnet? Ist es nicht auch im geschäftlichen Alltag so? Da brauch man zwar keine «Regentage», es gibt aber immer wieder ruhigere Zeiten oder weniger schöne Phasen, damit es nachher wieder Bergauf gehen kann. Sei es mit guten Ideen, noch besseren Geschmackskompositionen oder das Aufblühen der Liebe in der Beziehung. Tendenziell ist es doch so, dass nach Regen wieder die Sonne scheint und dass nach einer Missstimmung wieder gute Laune herrscht.

Wir vom Balm geniessen nun die schöne Zeit, egal wie lange sie dauert. Wir beklagen uns nicht, wir akzeptieren das Wetter - das Leben - wie es ist und ziehen uns nun die tollen Tage voll rein.

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