haus und herd

Haus und Herd

Vier Spitzenköche tauschen Küchenschürze gegen Tastatur.

Ein Blick hinter die Kulissen

So ein Sommerfest ist zwar wahnsinnig aufwendig, aber es lohnt sich. Blogger und Spitzenkoch Jörg Slaschek sagt, was die Organisation alles beinhaltet und lässt sich auch im nächsten Jahr vom Aufwand nicht abschrecken.

Es geht schon im Februar mit den Vorbereitungen los: Damit wir die Flyer drucken lassen können, wird das Thema für das grosse Fest bestimmt. Schnell folgt die erste grosse Sitzung. Konzept? Welche Musik? Sponsoren? Gastköche? Was für ein Give-away? Und: Wieviel Gäste können kommen? Und los geht es mit den Vorbereitungen! Verschiedene Gastköche und Sponsoren werden angefragt, und es wird fast tagelang telefoniert.

Nachdem geklärt wurde, welche Gastköche kommen und kochen, definieren wir unsere Häppchen und Desserts. Das Gerüst steht also, aber welche Teller, Bestecke, Spiesse? Schliesslich gibt es 15 verschiedene Fingerfood - wir brauchen also 2000 Spiesse, 700 Teller, 250 Löffel. Es ist mittlerweile Juni und langsam wird der Service auch aufmerksam. Welche Gläser nehmen wir für die acht verschiedenen Weine? Kaffeetassen? Stühle? Haben wir alles genug für 230 Gäste?

Zu meiner grossen Freude sind wir schon ausgebucht, und ich kann es fast nicht mehr erwarten. Eine Woche vorher ist die Wettervorhersage noch relativ beunruhigend, aber gut, die Schlechtwetter-Variante ist auch schon vorbereitet. Es ist ein Wahnsinn, was für Mengen an Geschirr und Gläsern überall herumsteht! Wir haben uns entschieden, die 500 Teller, die es für den Hauptgang braucht, zu leihen. Was für ein Aufwand!

Und dann ist er endlich da, der Tag, auf den wir alle wochenlang hingearbeitet haben. Und was für ein Glück: Es herrscht strahlender Sonnenschein!

Die Gäste wurden pünktlich um 19 Uhr mit einem Glas Champagner und einem Bier vom Rosswagen begrüsst und in unseren Garten geleitet. Dort hatten wir verschiedene Stände aufgebaut, wo die Gäste den ersten Hunger mit Sushi, spanischen und italienischen Wurstspezialitäten stillen konnten. Gleichzeitig gab es die ersten Weine und verschiedene Häppli. Dani Fohrler hat unsere Gäste wundervoll willkommen geheissen und die Gastköche begrüsst. Alles lief reibungslos. Die Zeit verging rasend und weiter ging es für unsere Gäste in das Zelt, wo Urs Messerli, Jan Leimbach, Hubert Mayer und ich unsere Stände für die verschiedenen Vorspeisen aufgebaut hatten. Doch hier tauchte ein Problem auf: Trotz der Bitte, die Gläser zu behalten, hatten unsere Gäste sie abgegeben! Also reagierten wir schnell und organisierten für die verschiedenen Weine noch Gläser. Gerade noch rechtzeitig!

Die Stimmung wurde immer ausgelassener, und wir baten die Gäste langsam zu Tisch. Dort konnten sie bequem ihre Hauptgänge geniessen. Währenddessen wurde das Zelt umgebaut, Sitzgelegenheiten generiert, Kaffeemaschinen aufgebaut und der Cocktailstand bestückt.

Nebst den kulinarischen Köstlichkeiten wurden die Gäste mit Musikeinlagen von I Tre von I Quattro verwöhnt. Der Ausklang war wieder einmal wundervoll. Die Desserts kamen super an, und der Christoph Brunis Käsestand hat grosse Aufmerksamkeit erregt. Als ich meine Gäste verabschiedet habe, wurde mir wieder bewusst, warum mir der ganze Aufwand unseres Sommerfests wert ist. Das Feedback ist unglaublich! 

Ich möchte mich herzlich bei allen bedanken, aber besonders bei Ihnen, meinen lieben Gästen. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Sommerfest. Das findet übrigens am 12. Juli 2014, statt. Falls Sie schon jetzt einen kleinen Vorgeschmack möchten: Hier finden Sie die Bilder. 

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