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Haus und Herd

Vier Spitzenköche tauschen Küchenschürze gegen Tastatur.

Sind Vogelbeeren überhaupt essbar?

Im idyllischen Hotelgarten des «In Lain»-Hotels Cadonau hat es einige davon. Sind die Bäume voll von den roten Beeren, ist dies ein Indiz für einen hervorragenden und schneereichen Winter. Dario Cadonau spricht von den Vogelbeeren. Denn gekocht sind diese nicht etwa giftig, sondern hervorragend zu einer feinen Wildspezialität wie zum Beispiel einem Engadiner Hirschrücken mit Kürbisrisotto.
Kochblog Dario Cadonau: Sind Vogelbeeren essbar?
© Getty Images

Koch Dario Cadonau verrät, dass Vogelbeeren toll schmecken, wenn sie richtig verarbeitet werden.

Im Herbst hängen jedes Jahr die leuchtend roten Früchte an den Vogelbeerbäumen. Anders als der Name vermutet, sind diese aber nicht nur für die Vögel geniessbar. Werden sie frisch geerntet, schmecken sie noch recht bitter. Dies ändert sich allerdings nach dem ersten Frost. Dann bekommen die Vogelbeeren sogar einen leicht süsslichen, herben Geschmack.

Herkunft des Vogelbeerbaums: Ein anderer, etwas wohlschmeckend klingender Name für die Vogelbeere, ist die Eberesche. Botanisch betrachtet, liegt ihr Ursprung eigentlich bei den Rosengewächsen. Sie liebt hellere Standorte. Vor allem anzutreffen ist sie deshalb in lichten Laub- und Nadelwäldern. Oft findet man den Vogelbeerbaum aber auch an Wegesrändern und in Hecken. Das Ursprüngliche Verbreitungsgebiet war Nord- und Mitteleuropa, sowie Westasien.

Ernte der Vogelbeeren: Die Früchte der Eberesche reifen bis in den Oktober hinein. Dann sind die Vogelbeeren bereit und können geerntet werden. Nach dem ersten Frost wird der eigentlich sehr bittere Geschmack deutlich süsslicher. Wer das aber nicht abwarten will kann die Früchte gerne auch nach der Ernte einfach über Nacht einfrieren. Dadurch reduziert sich, wie nach dem ersten Frost, der bittere Geschmack. Es gibt auch Sorten, die nicht so bitter sind. Etwa bei der Edel-Eberesche können die Früchte auch frisch gegessen werden.

Verarbeitung von Vogelbeeren: Wer die Früchte des Vogelbeerbaumes abkocht, kann diese bedenkenlos geniessen und sehr vielfältig zubereiten. Klassiker mit der Vogelbeere sind Sirup, Kompott, Schnaps, Saft oder Likör. Aber die Früchte der Eberesche lassen sich auch sehr gut, zusammen mit anderen Früchten, zu Marmelade verarbeiten. Zudem schmeckten sie sehr gut zu vielen Gemüsebeilagen. Darüber hinaus ist die Vogelbeere sehr gesund. Sie enthält mit bis zu 100 Miligramm pro 100 Gramm sehr viel Vitamin C, ist aber auch reich an Provitamin A und wertvollen sekundären Pflanzenstoffen.

Die Chancen für einen schneereichen Winter sind da, die Früchte aktuell hervorragend. Die Gäste im «In Lain»-Hotel Cadonau werden bis Ende Oktober täglich damit verwöhnt.

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