Invasion der Monstermücken

Warum sich Mücken immer auf dieselben Opfer stürzen.

 

SSSSSSSSSSSSS. Nur schon dieser Ton!

 

Mitten in der Nacht schwirrt so ein Mückenbiest um meinen Kopf, bringt mich dazu, mir selber eine schallende Klatsche zu verpassen, Mitten auf die Stirn. Da hat sie sich hingesetzt, diese Saumücke!

 

Und tatsächlich: Nicht nur mein Handabdruck ist zu sehen, quer über meine Stirn, nein, da liegt sie, flachgedrückt. Mücke tot, aber erst, nachdem SIE zugeschlagen hat. Ihr Totenbett wird gross und rot und weich und juckt höllisch.

 

So gehts nicht nur in der Nacht (aber das ist besonders fies von den Mückenmonstern!), nein, auch bei Tisch, in der Badi, ja sogar jetzt, wo ich im abgedunkelten Büro sitze, ahnungslos an meinem Schreibtisch. SSSSS. Und Nummer 34 prangt rot und glänzend an meiner linken Wade.

 

Ich erspare Ihnen den Anblick meiner gepieksten Beine. Wie gerupfte Hühnerkeulen mit Windpocken: feine, rote Pusteln schön verteilt. Und wenn sie nicht mehr rot sind, dann hat die Sonne sie mit 36 Grad zu braunen Markierungen in die Haut gesengt.

 

Na, bravo! Da haben wir uns lange und geduldig auf den Sommer gefreut! Auf laue romantische Sommerabende, auf entspannte Wochenenden am See. Und nun getraue ich mich noch nicht mal mehr ins Sommerkleidchen, geschweige denn in die Badehose. Mit diesen fiesen roten Pusteln an Armen und Beinen wird einem ja die ganze Sommerfreude genommen.

 

Und jucken tun sie! Gestern abend beim Thailänder: Die Serviceangestellte hat Erbarmen und bringt unaufgefordert Abhilfe. Eine thailändische Moskito-Crème, nach fünf Minuten höre das Jucken auf. Tut es auch! Nur die Crème will die nette Thailänderin mir partout nicht verkaufen. Ich kann sie verstehen: Ein Wundermittel.

 

Zurück Zuhause setz ich mich an den Computer und forsche ein wenig nach. Denn ich bin natürlich nicht die einzige, die sich fragt: "Warum stechen Mücken immer mich?" Meine Begleiterinnen freuen sich immer sehr, mit mir auszugehen, denn dann ist garantiert, dass sie stichfrei bleiben.

 

Also: "Warum stechen Mücken immer mich?" Falls Sie sich diese Frage auch schon gestellt haben:

 

In der Tat gibt es Menschen, auf die sich die stechende Plage mit Begeisterung stürzt. Und das soll mit unserem Körpergeruch zusammenhängen. Stechmücken bevorzugen einen bestimmten Duftmix bei ihrer täglichen Suche nach Blut. Es sollte sich dabei um duftende Köstlichkeiten handeln, die sich aus  60 bis 80 Prozent Milchsäure und etwa jeweils 10 bis 20 Prozent Ammoniak und Essigsäure zusammensetzen. Auch die Körpertemperatur kann bei der Auswahl eine Rolle spielen.

 

Will heissen: Dagegen lässt sich nichts machen.

Liebe Mit-Mückenstich-Opfer, wir haben die Qual zu akzeptieren. Und tun dabei gutes, denn:

 

Nicht alle Mücken stechen, sondern „nur“ die weiblichen. Sie brauchen unser Blut als eiweißhaltige Nahrungsquelle für ihre Eierproduktion, da es ansonsten keinen Mückennachwuchs geben würde.
Die männlichen Vertreter dieser etwas unangenehmen Insektenart sind hingegen absolut harmlos, denn sie ernähren sich rein vegetarisch von Blütennektar.

 

Wer braucht Mückennachwuchs?! Noch nie waren mir männliche Wesen so sympathisch wie gerade jetzt. Mückenmänner haben Stil, die lassen uns in Ruhe den Sommer geniessen und stürzen sich nicht gierig auf uns!

 

Diese Mückenzicken! Denen werde ich den geliebten Duftmix austreiben. Mein neues Sommerparfüm heisst Mückenschreck. Antibrumm her!

 

(Liebe Mit-Mückenstich-Opfer: Falls Sie Single sind, sollten sie diese Antibrumm-Offensive eventuell überdenken. Denn mit diesem Duft beissen nicht nur die Mücken nicht mehr an.)

 

Schönen Sommer!