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Joëlle schaut fern

Joëlle Weil bloggt über die TV-Sendung der Woche.

«GZSZ» in Spielfilmlänge – Mehr als Nerven ertragen können

«Gute Zeiten, schlechte Zeiten» in Spielfilmlänge bescherte unserer TV-Kolumnistin Joëlle Weil einen der spannendsten Fernsehabende ihres Lebens. Und trotzdem ist sie froh, dass sie diese Gefühlsachterbahn so schnell nicht wieder erleben muss.
Screenshot RTL

Paul, John und Philip schauen schockiert während ihrer eigenen Geiselnahme. 

Zum Glück gibt es solche Abende nicht regelmässig. Meine Nerven würden das nicht aushalten. Am Montagabend zeigte RTL sein Herzstück «Gute Zeiten, schlechte Zeiten» in Spielfilmlänge. S-P-I-E-L-F-I-L-M-L-Ä-N-G-E! Über eine Stunde lang John und Co. auf Mallorca. Ich werde Tage brauchen, um mich davon erholen zu können.

Die Folge spielte auf der Insel, weil John dort den 30. Geburtstag seiner Zwillingsgeschwister Emily und Philip feiern wollte. Seine Geschäftspartnerin und Schwarm Shirin war auch dabei (Für «Business») wie auch mein Serienliebling Sophie (Emilys BFF) und die mit ü50 schwangere Maren (warum die da war, hab ich bereits wieder vergessen) und mein absoluter Serienschatz Paul (Emilys Verlobter und der Schwiegersohntraum einer jeden Mutter). Das Drama nahm seinen Lauf, als Shirins eifersüchtiger Knacki-Mann Erik in der Finca auftauchte. Schlägerei mit John, blutende Nasen und dann die Knarre. Die alles verändernde Knarre. Geiselnahme bei «GZSZ», Gelderpressung und dann fiel der Schuss.

GZSZ John
© RTL

Bitte nicht John!!!

Das war alles etwas zu viel. Und es war so was von fabelhaft. Während über einer Stunde biss ich ins Kissen, schrie den Fernseher an, flehte Erik an, John zu verschonen. «Erik tus nicht! Nicht John! Nimm Philip!»

Sophie wurde schliesslich angeschossen und gleichzeitig erfuhr sie, dass Leon der Vater von Marens ungeborenen Kind ist und nicht Alex (an dieser Stelle möchte ich die Zusammenhänge der Protagonisten nicht weiter ausführen. Wer sie nicht kennt, dem fehlt «GZSZ» im Leben. Das bedauere ich.) Als hätte die arme Sophie in dieser Folge nicht schon genug gelitten.

Ich muss kurz genauer auf die beiden Haupt-Dramen eingehen:

Drama 1: Die Geiselnahme

Eine Waffe auf John gerichtet zu sehen, hat mein Herz auf eine Ausdauerprobe gestellt. Der Kampf zwischen ihm und Erik dann auf der Klippe und die «König der Löwen»-Szene waren der krönende Abschluss. Erik und John, die Waffe und der Abgrund. Es war perfekt. Die wichtigste Frage, sie sich nun stellt: Lebt John noch? Erik kann zur Hölle fahren, aber in einer Welt ohne John Bachmann will ich nicht sein. Jetzt einen Tag lang auf die Antwort warten zu müssen, um zu wissen, ob John lebt, ist mehr als ich ertragen kann.

GZSZ John
© MG RTL D / Benjamin Kampehl

Nervenkitzel pur.

(Wer bereits auf der RTL-Seite bei der Vorschau auf die nächste Sendung erfahren hat, ob er lebt, möge schweigen.)

Drama 2: Vaterschaftstest

Wir mussten bis zum bitteren Ende warten, um zu erfahren, dass Marens Kind von Leon ist. Generell bin ich sehr grosser Fan von der Vorstellung, dass sich das Moreno-Gen weiter ausbreitet. Je mehr Moreno desto mehr Weltfrieden. Und dennoch brach mein Herz, als ich Sophies feuchte Augen sah, als sie es erfuhr. Und da war noch die am Boden zerstörte Maren. Die Frage bei diesem Drama ist: Welche der beiden Beziehungen übersteht diese Krise? Maren und Alex? Sophie und Leon? Wird Maren das Kind überhaupt bekommen? Denn ganz ehrlich: Wir haben erst kürzlich Motte, Kate und den Tiger grossgezogen. Ein zusätzliches Kind wäre für meinen Geschmack untragbar.

GZSZ Leon
© RTL

Maren bekommt ein Kind von Leon.

Als treuer «GZSZ»-Fan ahne ich bereits, dass wir uns jetzt den ganzen Sommer lang mit diesen Beziehungs-Dramen beschäftigen müssen. Und das wird ein langer Sommer... Das könnt ihr mir glauben...

PS: Zum Glück haben wir bei dieser Folge endlich mal wieder «Lost Daughter» von «Dark Circle» gehört. Hier noch einmal für alle zum Mitsingen.