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Joëlle schaut fern

Helene Fischer ist fast unerträglich talentiert

Natürlich hat unsere TV-Kolumnistin Joëlle Weil bei der weihnachtlichen «Helene Fischer-Show» nichts als Perfektion erwartet . Und dennoch sass sie drei Stunden mit offenem Mund vor dem Fernseher.

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Egal, was man von Helene Fischer hält: Man muss ihr fast unerträgliches Talent für jede Tätigkeit auf der Bühne anerkennen. Da wird einem fast schwindelig, bei so viel Makellosigkeit und Perfektion. 

Screenshot ZDF

Wir müssen an dieser Stelle nicht alles neu sagen. Dennoch muss ich folgende Worte zu Beginn loswerden: Helene Fischer kann einfach alles. Verstanden? Dieses Urteil soll für immer und für alle Ewigkeiten gelten. Man kann sie mögen oder nicht, ihre Musik hören oder nicht, aber wir alle müssen neidlos anerkennen, dass diese Frau einfach in fast schon ätzender Perfektion alles kann, was eine Bühne von einem Künstler verlangen kann. So.

Die unmenschliche Helene

Das war bei der «Helene Fischer-Show» am Mittwochabend auf ZDF natürlich nicht anders. Seit neun Jahren findet dieses Musik-Spektakel statt. Irgendwo hab ich gelesen, dass die Show über 5,5 Millionen TV-Zuschauer vor den Bildschirm lockt. Das ist doch Wahnsinn. Zudem standen schätzungsweise 20'000 Menschen im Publikum. Und auf der Bühne: Die fast schon unmenschliche Helene.

Mit Helene klingt alles besser

Während drei Stunden sang Helene Fischer auf der Bühne zusammen mit diversen Musikerinnen und Musikern vor allem die Songs ihrer Gäste. Es war demnach quasi ein dreistündiges Helene-Fischer-Duett mit allen. Und bei jedem Duett dachte ich mir: Das klingt mit Helene besser als ohne. Ist das nicht fies? Da kommt man als Künstler zur Ehre, auf einer so enormen Bühne zu singen und dann degradiert die Gastgeberin den Hit ihres Gastes, indem sie ihn vor einem Millionenpublikum upgradet. Das ist fast schon frech.

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Ja, das ist Backstreet Boy Nick Carter, der Helene Fischer im Arm hält. Und: Ja, die Backstreet Boys-Hits klangen mit Helene Fischers f-a-b-e-l-h-a-f-t. Ich hab mich selbst kaum wiedererkannt, so vom Hocker hats mich gehauen. 

Screenshot ZDF

Backstreet Boy + Helene = Fabelhaftigkeit

Der Knaller (ok, MEIN Knaller) kam im ersten Drittel der Show: Nick Carter von den Backstreet Boys sang zusammen mit Helene die grössten BSB-Hits. Ich hab fast geheult. Und plötzlich hab mich selbst dabei ertappte, wie ich mir Helene Fischer während der 2000er in die Backstreet Boys hinein wünschte. Helene Fischer, die «Quit playing Games with my Heart» sang, war ätzend gut. So richtig, richtig ätzend gut.

Die perfekte Disney-Prinzessin

Zuvor sang sie zusammen mit fünf verschiedenen Kindern fünf der grössten Disney-Hits. Ich mein... Wer auf dieser grossen weiten Welt könnte Disney-Hits schöner singen, als Helene Fischer? Das hat mir schon fast meine Kindheitserinnerungen zerstört, denn irgendwann dachte ich mir «Verdammt Aladdin! Nimm Helene! Jasmin kommt schon alleine klar. Aber wir brauchen Helene auf deinem Teppich!»

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Helene Fischer singt zusammen mit einem Jungen den «Aladdin»-Hit «In meiner Welt» («A whole new World») und stellt innert weniger Minuten jede jemals existierende und jede zukünftige Disney-Prinzessin in den Schatten. 

Screenshot ZDF

Einen Oscar-Song? Eine Kleinigkeit

Und dann sang sie noch Lady Gagas Zeilen von «In the Shallow». Ich meine: Das ist ein Song, der international mehrfach ausgezeichnet wurde. Unter anderem mit zwei Grammys, einem Golden Globe UND einem OSCAR! Und wer Helene Fischer bei dem Song zugehört hat, kann nicht leugnen, dass sie das millionenfach besser singt als Gaga selbst. Das ist doch zum Verrücktwerden.

Nebst zahlreichen Musikerinnen und Musikern gabs noch den einen und anderen Comedian, der auftrat. Das waren dann kurz meine Verschnaufpausen, denn ich folgte fast der gesamten Show tatsächlich atemlos. Verzaubert, beeindruckt und völlig baff von so viel Talent.

Ach, diese gesegnete Helene Fischer... Da kann man eigentlich nicht viel dazu sagen. Eigentlich kann man sich da nur voller Ehrfurcht und Bewunderung verneigen. Das lässt auch keinen Platz für Ironie oder Zynismus... 

am 26.12.2019
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