Mein Leben und ich

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Was haben Kinder und It-Bags gemeinsam? Sie gehören zum Leben einer Frau mit Stil.

Monsterwelle

Bloggerin Alexandra Kruse verzichtet bei diesem schönen Wetter ausnahmsweise auf die warmen Sonnenstrahlen und Grillabende. Stattdessen wird der Keller ausgemistet und von altem Kram befreit. 
Keller entrümpeln, Blog Alexandra Kruse
© Gettyimages

Anstatt die letzten warmen Tage am See oder im Garten zu geniessen, kann man auch die alten Säcke und Schachteln, die sich im Laufe der Zeit im Keller angesammelt haben, ausmisten. Irgendwann braucht man ja wieder Platz für neuen Grümpel!

Es ist die perfekte Zeit im Jahr, um die letzten Tage des Sommers noch einmal so richtig zu geniessen. Denn schon bald werden die Blätter von den Bäumen segeln, um uns noch einmal die Geschichten der vergangenen Monate zu erzählen.

Man kann noch einmal in die Badi gehen, ein Grillfest veranstalten, seiner Sommerliebe ein paar Blumen trocknen… oder man kann den Keller aufräumen! Ja, richtig gehört. Denn da unten wohnt ein grosses, graues Monster.

Meistens ist es ruhig und friedlich, und seine Stimme ist ganz sanft. Nur manchmal ruft es laut nach Futter. Dann begibt man sich in die dunklen Abgründe und stellt ihm noch ein paar Säcke dazu. Dinge, die sich angesammelt haben, für die es in der Wohnung keinen Platz mehr gibt. So lange, bis man die Tür nur noch mühsam aufbekommt. Und man eigentlich gar nicht mehr daran denken möchte, was dort unten alles lauert.

An einem besonders schönen Tag also begaben wir uns in den Keller und durchforsteten unsere Altlasten. Dazu war Sonnenschein draussen das Mindeste. Wir zerrten alles ans grelle Tageslicht. Und selbst Kosmo entfuhr von Zeit zu Zeit ein lautes «Ui, ui, ui». Ganz nach dem Motto «Entrümpeln mit Feng-Shui» sortierten wir alles nach Beliebtheit, Erinnerungswert und Romantikfaktor.

Eine Altkleiderwelle überrollte uns. Stundenlang, wortlos und mit lautem Niesen liessen wir die Dinge los. Alles Unnötige oder Überflüssige. Das Monster im Keller ist jetzt ganz klein und zufrieden, wir haben es in einen echten Gourmet verwandelt. Ein paar besonders schöne Sachen haben wir ihm allerdings schon noch dagelassen. Bis zum nächsten Frühling zumindest.

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