Mein Leben und ich

Mein Leben und ich

Was haben Kinder und It-Bags gemeinsam? Sie gehören zum Leben einer Frau mit Stil.

Familienclown

Familienhotel ist für die Bloggerin Alexandra Kruse ein Begriff, mit dem ganz viele Vorurteile verbunden sind. Trotzdem macht sie mit ihrem kleinen Sohn genau da Urlaub. Dank Funny, Bobbycars und Co. entpuppen sich die Ferien trotzdem als Erholung pur. 
Kinder in den Ferien, Blog Alexandra
© Getty Images

Mit dem Nachwuchs in die Ferien, wo es noch mehr Schreihälse gibt? Bloggerin Alexandra Kruse sahs skeptisch.

Kosmo und ich haben uns mal wieder auf die Reise gemacht. Wir erwischten zur grossen Freude aller den Business-Flieger und sassen neben einem sehr netten Anzug-Mann, den es kaum störte, dass er nach zehn Minuten schon komplett in Brei und Gebrabbel gebadet war.

Kosmo schlief pünktlich zur Landung ein und erwachte erst, als wir schon fast an der See waren. Meine Eltern hatten uns eingeladen in ein - äähhm - Familienhotel, das auch noch so hiess, nämlich «Familotel». Meine Vorurteile waren in etwa haushoch. Ich als Fünf-Sterne-Persönlichkeit in einem Hotel, welches speziell auf die Bedürfnisse von Zwergen ausgelegt ist!?! Noch mehr Kinder! Lärm? Na ja. Meine Erwartungshaltung lag unter dem Meeresspiegel.

Etwa eine Sekunde nach unserer Ankunft verschwand mein Kindchen mit einem von 15 bereitgestellten Bobbycars. Unser Zimmer verfügte zudem über einen Sandkastenanschluss.

Nach zwei Tagen ohne Internetanschluss entspannte ich mich total und fand nichts toller, als mit Kosmo ein paar Hasen zu füttern und Ziegen zu streicheln – ich fand tatsächlich Zeit, ein Buch zu lesen. Ich erwischte mich dabei, wie ich schon vor dem Frühstück mit Funny, dem lustigen Clown, im Kreis tanzte. Das Geheimnis: Alle Kinder wurden nach dem Tanz vom Clown in ein Spielparadies entführt, und man konnte sie nach dem Mittagessen todmüde wieder abholen. Wie praktisch.

Ich hab mir dann das Ganze noch mal überlegt und bin zum Entschluss gekommen: Familienhotels sollten zum Gesetz werden. Zwei Wochen pro Jahr für alle! Ich bin mir absolut sicher: Unsere Welt wäre ein bisschen entspannter. Und etwas zufriedener. Ich persönlich bins auf jeden Fall.

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