Mein Leben und ich

Mein Leben und ich

Was haben Kinder und It-Bags gemeinsam? Sie gehören zum Leben einer Frau mit Stil.

Ein Schmusetag

Bloggerin Alexandra Kruse schickt Söhnchen Kosmo in die Kurzferien zu den Grosseltern und verbringt mit ihrem Herzkumpel unbeschwerte Tage wie zu Teenagerzeiten.

Gerade als ich probierte, mir kluge und klare Gedanken über den Schwarz-Weiss-Trend zu machen, der eben wieder auf allen Laufstegen der Welt propagiert wird (wahlweise kariert wie bei Louis Vuitton, quer gestreift wie bei Dolce & Gabbana oder längs gestreift wie bei Vivienne Westwood), überkam mich ein völlig unerwartetes Donnerwetter. Mir wurde plötzlich alles zu viel. Viel zu viel!

Die Wäsche, die Windeln, die Rechnungsberge, die guten Ratschläge. Unser Alltag, der sich hauptsächlich um die 24/7-Betreuung eines agilen Kleinkindes dreht («Nein, Kosmo, nicht in die Waschmaschine!!!», «Keinen Sand essen, bitte!!!»). Ausserdem dreht er sich um die Sicherung unseres eigenen Überlebens und um die Führung eines einigermassen ordentlichen Haushalts. Man ist dabei so ausgelastet, dass man vor lauter Aufregung auch schon mal vergisst, dass man eben noch total verliebt, unabhängig und cool war. Das war nun also der Punkt, an dem alle sagen: «Ihr müsst euch Zeit für einander nehmen!» Und dabei wissend grinsen. Also machte Kosmo Spontan-Ferien bei seinen Grosseltern (ohne die es – eine weitere grosse Wahrheit des Familien-Business - nur sehr schwer ginge).

Die ersten Stunden zu zweit waren recht komisch - bis wir dann im totalen Teenagermodus all das taten, was sonst verboten oder schlicht nicht möglich ist. Zum Beispiel im Kino knutschen, Pommes bei MacDonald’s essen oder ins Bett krümeln. Und Händchen haltend, ganz ohne zu gucken, über die Strasse zu gehen. Apropos: Vergessen Sie den Schwarz-Weiss-Trend. Man sieht darin als Mensch mit normalen Kurven nämlich aus wie eine Art - wandelnder Zebrastreifen, sozusagen.

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