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  2. Stylistin Alexandra Kruse über Luxushotel Mandarin Oriental Bangkok

Mein Leben und ich

Mama Mandarin

Vollkommen tiefenentspannt verliessen wir das Yoga-Retreat nach sieben Tagen Kopfstand, Meditation und heilsamen Begegnungen mit einer japanischen Kristall-Expertin, die mit Steinen und Klangschalen eine Art Schütteltanz aufführte (und uns später den Link zu ihrem Guru, einer äusserst fragwürdigen Person, schickte). Und zu einem Astrologen, dessen Worte mit Comic-Geräuschen wie etwa «piff», «paff» und «puff» untermalt waren.

Kolumnistin Alexandra Kruse quartiert sich drei Tage in der Barbara-Cartland-Suite im «Mandarin Oriental» in Bangkok ein und möchte gar nicht mehr weg.
Mandarin Oriental

Wir leuchteten und waren so relaxt, dass ich erst an der Passkontrolle bemerkte, dass ich gar keine Schuhe trug. Moi!

Damit unsere Landung in der Realität möglichst sanft verlaufen durfte, hatte ich uns noch drei Tage Bangkok geschenkt. Natürlich im «Mandarin Oriental», der Übermutter aller Hotels und der Wahlheimat vieler berühmter Schriftsteller, Dichter und Denker, die seit 1865 von hier aus das Treiben der flirrenden Millionenmetropole Bangkok beschrieben. Herzkumpel war mit so viel Luxushotel schon fast ein bisschen überfordert (erst der unaufgeregt selbstverständliche Service und die Tatsache, dass man ihn in der Lobby dank seiner asiatischen Wurzeln für einen thailändischen Filmstar hielt, machten die Sache wieder gut). Ich hingegen kann nichts besser, als mich hingebungsvoll im Fünf-Sterne-Ambiente wohlzufühlen, gebügelte Tageszeitungen zu lesen und den Butler wegen Kleinigkeiten herbeizuklingeln!

Wenn Sie mich suchen sollten, bin ich dann mal in der pinkfarbenen Barbara-Cartland-Suite. Hier schmecken die Macarons gleich dreimal so gut. Und weil es mir hier so gefällt, denke ich, ich bleibe bis Ende März. Und komme dann hoffentlich mit einem richtigen Bestseller wieder aus der Suite raus!

am 9. Januar 2013