Mein Leben und ich

Mein Leben und ich

Was haben Kinder und It-Bags gemeinsam? Sie gehören zum Leben einer Frau mit Stil.

Beim Barte des Propheten

Stylistin und Bloggerin Alexandra Kurse hat ein neues Reizthema: Bart. Ihr Partner will sich einfach nicht von seiner Gesichtsbehaarung trennen.
Blog Alexandra Kruse Mein Leben und ich Bart bei Männern
© Getty Images

Eine haarige Angelegenheit: Alexandra Kruses Herzkumpel liess sich von Gurus auf Bali inspirieren.

Neulich war ich auf einem wunderbaren Shop-Opening. Die Kristallfabrik Lalique hat nun im Herzen von Zürich ein eigenes Geschäft. Wir standen zwischen Lüstern, Panthern und Vasen, als plötzlich folgender Satz mein Ohr erreichte: «Also, ein Mann mit Bart - pfui, neiiiiiin -, das wäre gar nichts für mich!»

Ich tat so, als hätte ich nichts gehört, schob mir noch ein Törtchen in den Mund und goss schnell einen Schluck Champagner hinterher. Aus einem Kristallglas, versteht sich. Aber ich muss Ihnen ehrlich sagen, das Thema Bart macht mich ganz fertig. Herzkumpel und ich haben nun wirklich eine gute Zeit, ein tolles Kind zusammen, alles perfekt. Nur hat er sich, inspiriert von allen Gurus vor ihm, seit wir aus Bali zurück sind, nicht mehr rasiert. Ja, ich weiss. Aus den paar spärlichen Härchen ist eine Art Haarknäuel entstanden, in den sich ab und zu ein paar Kekskrümel verirren. Selbst seine Eltern sagen, sie können dazu gar nichts sagen. Meine Freundinnen schauen mich mit traurigen Augen und voll des Mitleids an!

Er selber bleibt prophetisch gelassen und will das Gesichtshaar erst mal wachsen lassen. Es wächst auch konsequent, und zwar in alle Richtungen. Ich habe schon sämtliche Tricks probiert, ihm ein schönes Bart-Pflegeset aus besten Materialien geschenkt, gekauft in Mailands schönstem Scherenladen an der Via Montenapoleone. Ein Date für ihn im Barbershop gemacht. Und nachts auch schon überlegt, ob ich dieses krause Haar nicht einfach abschneiden kann.

Nein, natürlich nicht. Immerhin ist der Bart ein Teil von ihm. Und, ja, in der Lalique-Goodie-Bag war ein zauberhafter Kettenanhänger, der «Soulmate» (also Seelenverwandter) heisst. Ganz logisch, dass ich den nicht behalten habe.

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