Mein Leben und ich

Mein Leben und ich

Was haben Kinder und It-Bags gemeinsam? Sie gehören zum Leben einer Frau mit Stil.

Zauberstab!

Was ist das? Er ist ein Meister der Illusion, stellt vieles in den Schatten, ist von Hongkong bis Hollywood bekannt, wird weltweit alle 10 Sekunden verkauft und ist dazu noch alt?

Also, zwanzig Jahre alt, aber das ist heutzutage ja schon alt, zumindest über-Botoxfähiges Alter. Mindestens, wenn es nach der amerikanischen Mutter geht, die verklagt wurde, weil sie ihrer 8-jährigen Tochter das Nervengift gegen deren Falten (!) injiziert hatte. Unglaublich!

Übrigens: Eine (ebenfalls amerikanische) Studie ergab, dass die meisten Botox-Userinnen junge, arbeitende Mütter sind. Danach wäre ich also im Fahndungsraster. Doch ich habe eine andere Geheimwaffe, auf die Visagisten und Models schwören. Jenes Produkt nämlich, das zum Jubiläum vergoldet als «Gold Celebration Edition» erschien und in meinem Bad, der Handtasche und auf dem Schreibtisch steht.

Der Stift hellt dunkle Partien um Augen und Nase auf, zaubert Mimikfältchen und Rötungen weg und korrigiert kleine Fehlerchen. Lässt zudem Lippen und Augen durch Lichtreflexion grösser erscheinen. Also so was wie Photoshop für unterwegs. Klick!

Neulich – Kosmo (das Baby) und ich waren auf grosser Mission, eröffneten nämlich ein Baby-Sparkonto –, da fragte mich die Bankangestellte, wie viel mein Baby denn so schliefe. Ich antwortete der Wahrheit entsprechend. Worauf sie grün vor Neid wurde und antwortete, dass sie selber seit 18 Monaten wegen Babygetöse nie länger als drei Stunden am Stück schläft. Wortlos schob ich ihr den Touche Eclat von YSL rüber. Wir Mütter müssen schliesslich zusammenhalten.

Alexandra Kruse, 33, ist Stylistin und schreibt wöchentlich eine Kolumne für die «Schweizer Illustrierte».

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