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Neustart vor 30! Oder wie eine Rheintalerin nach Los Angeles kommt.

Hilfe, Homosexuelle gefährden die Ehe!

Mit ihrer Initiative «Schutz der Ehe» will die EDU die gleichgeschlechtliche Ehe verbieten. «Die Ehe zwischen Mann und Frau ist in grosser Gefahr», heisst es. Totaler Quatsch, sagt unsere Bloggerin Jasmin Gruber.
Themenbild Homosexualität Regenbogen
© istockphoto

Welches Recht nimmt sich jemand zu bestimmen, wen andere zu lieben haben?, fragt sich Bloggerin Jasmin Gruber, die selbst seit zwei Jahren in einer Beziehung mit einer Frau ist.

Haben die Frommen von der EDU etwa Angst, dass ihre Liebste mit einer Frau durchbrennen könnte oder sich der liebe Göttergatte in seinen besten Kumpel verknallt? Die Ehe schützen, nur Männlein und Weiblein sollen heiraten dürfen. Diese Initiative ist sowas von lächerlich!

«Die natürliche Ehe von Mann und Frau ist für unsere Gesellschaft zu wichtig, als dass wir zusehen können, wie sie demontiert wird», sagt die EDU. Wenn also ein gleichgeschlechtliches Paar den Rest seines Lebens miteinander verbringen will, gefährdet es ein heterosexuelles Paar? Witz des Jahres! Was die Ehe wirklich gefährdet, ist die extrem hohe Scheidungsrate.

«Die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau ist das Original. Alles andere (Homo-Ehe, Polygamie usw.) wären verfälschte Kopien, Hier drohen Übergriffe und Etikettenschwindel, die es durch ein Ja zur Initiative zu verhindern gilt», sagt Heinz Kyburz, Vizepräsident der EDU Kanton Zürich. Der Arme hat ja richtig Angst vor Schwulen und Lesben! Wehe, sie werden losgelassen!

Was mischen sich Leute in das Leben von Fremden ein? Welches Recht nimmt sich einer zu bestimmen, wen andere zu lieben haben?

Ich bin seit bald zwei Jahren in einer Beziehung mit - Achtung, Herr Kyburz - einer Frau! Und ich glaube nicht, dass wir jemanden damit verletzen oder gar eine Ehe gefährden, liebe EDU.

Und ich möchte Ihnen noch ein kleines Geheimnis anvertrauen. Homosexualität ist keine Krankheit, die man heilen kann! Ich bin nicht eines Tages aufgestanden und habe beschlossen, lesbisch zu sein. Meine lieben, heterosexuellen Eltern haben mich so gemacht.

Liebe Zürcherinnen und Zürcher, am Sonntag brauchen wir ein grosses Nein. Leben und leben lassen. Leben und lieben lassen.

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