My awesome Life in Hollywood

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Neustart vor 30! Oder wie eine Rheintalerin nach Los Angeles kommt.

Auf Selfie-Mission mit David Hasselhoff

Glitzer, Glamour, Grammys! Eine ganze Woche lang feierte Los Angeles den wichtigsten Musikpreis der Welt. Der schweizerisch-liechtensteinische Musikproduzent Al Walser, der am Sonntag einen Grammy gewann, lud zur «The Soirée»-Party ein. Unsere Bloggerin Jasmin Gruber mischte sich unter die Partygäste und hatte eine Mission.
David Hasslehoff nach Baywatch bei Al Walser
© Al Walser

David Hasselhoff mit seiner neuen Freundin, Tochter Taylor-Ann und Partyveranstalter Al Walser (v.l.).

Ich habe mich in mein schönstes Kleid gequetscht, mein Gesicht zugekleistert und stehe vor dem «El Rey» am Wilshire Boulevard. Hier steigt heute «The Soirée», eine Pre-Grammy-Party von Al Walser. 

«Eine jährliche Gala-Nacht zum Feiern und Kontakte knüpfen mit zahlreichen Grammy-Gewinnern und Grammy-Nominierten», heisst es auf der Homepage. Stargast des Abends? Trommelwirbel: David Hasselhoff! Naja. Vor zwanzig Jahren, zu «Baywatch»-Zeiten, hätte ich gejubelt.

Nun gut. Mein Ziel des Abends? Ein Selfie mit The Hoff! Wir zwängen uns zur Tanzfläche, vorbei an den vielen Gästen, von denen ich kaum ein Gesicht kenne. Der rote Teppich ist nicht, wie bei anderen Veranstaltungen, draussen vor dem Eingang - hier ist er mitten im Saal. Dutzende selbsternannte Celebrities stehen Schlange, wollen sich von den Fotografen ablichten lassen. Mein Blick wandert über die schön herausgeputzten Damen und schneidigen Herren - und wieder erkenne ich niemanden. 

Jetzt heisst es Bühne frei für Taylor-Ann, der 26-jährigen Tochter von David Hasselhoff. Die macht jetzt nämlich Musik, produziert von Al Walser. «Love Me Tender» von King Elvis Presley gibt die Blondine, zusammen mit einer Brünette, zum Besten. Naja, sie versucht es. Ohne Promi-Bonus hätte es Taylor-Ann niemals auf eine Bühne geschafft. Wenigstens trifft ihre Kollegin die Töne.

«Hey lueg, döt isch er!», flüstert mir meine Kollegin ins Ohr. Tatsächlich. The Hoff steht nur gut einen Meter von uns entfernt und jubelt seinem Sprössling zu. Stolz filmt er den Auftritt seiner Tochter und grinst über beide Ohren (die offenbar nicht mehr allzu gut hören).

So, das ist meine Chance! Ich krame mein Handy aus der Tasche und will gerade zu Hasselhoff vordringen, doch ein Chinese ist mir zuvorgekommen. Nach einem netten Gespräch sieht das aber nicht gerade aus. Und nach wenigen Sekunden stampft The Hoff mit düsterer Meine davon.

«Über was habt ihr gesprochen?», wollen wir vom verdutzt zurückgelassenen Mann wissen. «Das war schon 007, oder?», fragt uns der zurück. Wir können uns vor Lachen kaum mehr halten!

Schnell hinterher. Wir müssen James Bond aka David Hasselhoff finden. Doch der ist wie vom Erdboden verschluckt. Rauf gehts in den VIP-Bereich, doch auch dort fehlt vom Stargast des Abends jede Spur. The Hoff scheint sich vom Acker gemacht zu haben. Noch vor Mitternacht. Und so steige auch ich ins Uber. Ohne Selfie. 

Immerhin: Zwei Tage später gewinnt Al Walser seinen ersten Grammy. Das von ihm produzierte Album «Presidential Suite: Eight Variations on Freedom» der Ted Nash Big Band räumt in der Kategorie «Best Large Jazz Ensemble» ab. Congratulations!

Im Dossier: Alle Beiträge von L.A.-Bloggerin Jasmin Gruber