My awesome Life in Hollywood

My awesome Life in Hollywood

Neustart vor 30! Oder wie eine Rheintalerin nach Los Angeles kommt.

Donnerwetter, schickt mir euren Regen!

So schön und heiss war der Juni in der Schweiz schon lange nicht mehr. Unsere Bloggerin Jasmin Gruber kann über die Hitzewelle und das damit verbundene Gemecker hierzulande nur lachen.
Jasmin Gruber Blog Bild Hollywood
© zVg

Ohne den Pool und den rosa Flamingo wäre der Sommer in L.A. für unsere Bloggerin unerträglich.

Ich fühle mich wie ein Kamel in der Wüste, meine Haarpracht gleicht einem Vogelnest und ich habe etwa gleich viel Energie wie nach einem 12-Kilometer-Lauf. Ihr motzt in der Schweiz über die unerträgliche Hitze? Wie herzig. Wir haben hier in Los Angeles 38 Grad. Im Schatten. 

Kaum liege ich vor unserem Pool auf dem Badetüechli, tropft mir der Schweiss aus allen möglichen Poren. In der Sonne relaxen? Bei diesen Temperaturen macht das keinen Spass mehr. Also rein ins Wasser. Dort könnte ich stundenlang verweilen, doch kaum kommen Nachbars Kinder angerannt, ist Schluss mit lustig. Ich mag Kinder, versteht mich nicht falsch. Aber wieso müssen die Kleinen immer sooooooo verdammt laut schreien?

Ohne Klimaanlage überleben? Keine Stunde!

Drinnen ist es nicht besser. Erstens höre ich die Kids auch von meiner Couch aus, da Isolation in den Wohnungen hier kein Thema ist. Und da kommen wir auch schon zum nächsten Problem. Diese Affenhitze in den eigenen vier Wänden. Die Klimaanlage läuft den ganzen Tag auf Hochtouren. Ohne würde man keine Stunde überleben. Die Folgen? Meine Augen tränen und meine Nase läuft nonstop. 

Ganz schlimm ist es im Supermarkt. Dort fühlt man sich wie in der Antarktis. Die Amis lieben ihre air conditioners. Je kälter, desto besser. Doch kaum verlässt man den Laden, steht man wieder in der prallen Sonne und kriegt vom Temperaturschock fast einen Herzinfarkt.

Wir schwitzen uns in den Schlaf

Schlafen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Mir graut jeweils schon fast davor, ins Bett zu gehen. Ohne Klimaanlage würden wir schmelzen. Da das Ding jedoch so laut ist, schalten wir es nach ein paar Minuten wieder aus. Ausserdem möchte ich meine Gesundheit nicht noch mehr strapazieren. Und so schwitzen wir uns irgendwann in den Schlaf, um nach einer Stunde mit gefühlten 50 Grad aufzuwachen und das Ding wieder für ein paar Minuten einzuschalten.

Vor wenigen Tagen wollten wir «Wonder Woman» im Kino sehen. Direkt an der Decke über unseren Sitzen? Genau. Die Klimaanlage lässt uns zwei Stunden lang schlottern. Ich war so hässig, dass ich reklamiert habe. Als Entschuldigung gabs ein paar Freikarten. Zum Glück sind die auch noch im Winter gültig.

Das hier geht definitiv zu weit

«Honey, das hier ist erst der Anfang», lacht mich meine Nachbarin Katie aus. «Im Juli und August haben wir hier im Valley manchmal über 40 Grad.» Ach du Scheisse. Ich will ja nicht motzen, ich liebe den Sommer. Lieber zu heiss als zu kalt. Aber das hier geht definitiv zu weit.

Was ich in der Schweiz immer verflucht habe, wünsche ich mir jetzt. Eine Abkühlung. Ein richtig schönes Sommergewitter. Regen. Genau das, was euch in der Schweiz in den nächsten Tagen erwartet. Noch nie war ich so eifersüchtig auf ein paar Tropfen und Blitz und Donner.

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