My awesome Life in Hollywood

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Neustart vor 30! Oder wie eine Rheintalerin nach Los Angeles kommt.

Only in Vegas - 65 Dollar für einen Drink!

Unsere Bloggerin Jasmin Gruber nahm ihren Besuch aus der Heimat mit in die Stadt der Sünde. Wer denkt, Zürich sei ein teures Pflaster, der war noch nie in Las Vegas.
Jasmin Gruber Blog Las Vegas
© Jasmin Gruber

Hier gab es Drinks für 65 Dollar: Pool-Party mit Kygo im Encore Beach Club.

Obdachlose betteln in zerrissenen Klamotten am Strip, reiche Schnösel spielen am Roulette-Tisch mit 500-Dollar-Chips, U-30-Jährige sind bereits (oder noch immer) um sieben Uhr morgens betrunken. Wer zum ersten Mal in Sin City ist, ist schockiert und fasziniert zugleich.

Mein Besuch aus der Schweiz war eher ersteres. Für meine Cousine Sonja, ihren Freund Fabian und unsere gemeinsame Freundin Sandra war schon Los Angeles zu viel des Guten. Las Vegas hat den drei Rheintalern nun den Rest gegeben. 

«65 Dollar für einen Drink?!» Tatort: Beach Club im Hotel Encore. Motiv: Kygo legt auf. «Häts dene is Hirn gschisse?», meint Sonja und bestellt sich ein Dosen-Bier für «nur» zwölf Dollar. Dann der nächste Schock. Wir wollen unsere Taschen in ein Schliessfach stellen. 75 Dollar verlangen die dafür. Ach ja, und wollt ihr noch wissen, wie teuer der Eintritt an die Party war? 100 Dollar. Ich habs ja gesagt, Zürich ist ein Klacks dagegen. 

Trotz den überteuerten Drinks sind wir eine Stunde später betrunken. Kein Wunder, das Thermometer zeigt 38 Grad an. Und so springen wir in den überfüllten Pool und tanzen (so gut das im Wasser halt geht) zu den Beats von Kygo. 

«I die grusig Kloake wär i nüchtern nie ine gsprunge», meint Sandra am nächsten Tag trocken. Ich will auch gar nicht wissen, was in diesem Wasser alles geschwommen ist. Wir stehen am Crabs-Tisch, mein Lieblings-Game in den Casinos. Fabian versucht sein Glück, wechselt 50 Dollar. «Häsch mer a paar Fivers?», fragt er den Groupier. Ach, wie ich sein «Englisch» vermissen werde.

Tag der Abreise. Mein Besuch aus der Heimat fliegt zurück in die Schweiz und bringt vor lauter Shopping in den Outlets ihre Koffer nicht zu. Dieses Problem kennt jeder, der mal in den Staaten war. Schweren Herzens verabschieden wir uns. Meine Freundin Nat und ich bleiben noch zwei weitere Tage in Vegas. Hätten wir lieber sein lassen. In diesen zwei Tagen essen wir noch mehr Fastfood, trinken noch mehr Bier und verlieren noch mehr Geld. 

Über 400 Dollar blättern wir für die Show von Jennifer Lopez hin. Die Latina wird im Juli 48 und hat mehr Pfeffer im Füdli als eine 20-Jährige. Apropos Füdli. Wieso über ihr Hintern so ein Tamtam gemacht wird, verstehe ich nicht. Im Gegensatz zu Kim Kardashian trägt J.Lo Size Zero. 

Wie gerne würde ich wie La Lopez «Used to have a little, now I have a lot» singen. Aber das alte Sprichwort «What happens in Vegas stays in Vegas» trifft es - was mein Geld anbelangt - leider besser.