My awesome Life in Hollywood

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Neustart vor 30! Oder wie eine Rheintalerin nach Los Angeles kommt.

Vom Affe im Zoo zum Rockstar

Fast wäre unsere Bloggerin Jasmin Gruber an der Street Parade unter einem Auto gelandet. Ihre Ferien in der Schweiz gestalten sich sowieso ein wenig anders als gedacht. 
My awesome life in Hollywood Jasmin Gruber Street Parade
© zVg

Flower Power auf dem Love Mobile von Carol Fernandez. Unsere Bloggerin Jasmin Gruber (2. v.l.) mit ihren Freundinnen Özi, Miro und Lulu.

Langsam nehme ich es persönlich. Immer wenn ich hier bin, zeigt sich die Schweiz von der nassen Seite. Meine Freunde witzeln schon, ich soll doch besser in L.A. bleiben und geben mir (mit einem Augenzwinkern) die Schuld, dass es vergangene Woche fast dauernd geregnet hat. Ich hatte so viele Pläne. Wandern, einen lauen Sommerabend in einer Gartenbeiz ausklingen lassen, einen Ausflug mit meinem kleinen Göttibuben, sünnele und bädele. Stattdessen sitze ich nun mit einem bösen Husten und einer verstopften Nase vor dem Laptop.

Fast vom Uber-Fahrer überrollt

Dabei kann ich froh sein, dass ich nicht im Spital liege. Mit meinen Freundinnen Lulu, Miro und Özi gings am Samstagnachmittag mit Uber ins Zürcher Seefeld an die Street Parade. Wir hatten Tickets für das Love Mobile von Carol Fernandez. Woop Woop! Dort angekommen, wollte ich hinter dem Auto zum Trottoir laufen. «Peng!» Plötzlich stand ich mit Schmerzen in meinem linken Oberschenkel da. Der Uber-Fahrer legte den Rückwärtsgang ein und fuhr mich doch glatt fast über den Haufen. «Sorry», murmelte er nur leise und fuhr davon. Ade merci!

Als unser Wagen loslegte und sich durch die tanzende Menge schlängelte, kam ich mir vor wie ein Affe im Zoo. Doch dank der Musik und den Drinks (unser Platz war natürlich gleich neben der Bar) verflog dieses schräge Gefühl schnell. Fast fünf Stunden dauerte die Fahrt bis ans Ziel auf der anderen Seeseite. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so ausgelassen gefeiert habe. Und dann erst noch mit meinen besten Freundinnen, die ich so vermisst habe.

Wir waren mit Wasserpistolen bewaffnet, schickten tonnenweise Küssli ins Partyvolk und tanzten, als gäbe es kein Morgen mehr. So ein bisschen habe ich mich gefühlt wie ein Rockstar. Mein «Traumberuf» als Teenager. Da ich mit meiner grausamen Stimme jedoch viele ins Grab singen würde, blieb es bei einem Traum.

Cüpli hier, Cüpli da

Anyways. Seit gestern ist auch hier der Sommer zurück. Zum Glück habe ich doch noch ein paar schöne Tage, bevor es wieder nach L.A. geht. Und dort kann ich dann erstmal eine Woche Detox machen. So viel wie ich hier esse. Und Cüpli hier, Cüpli da. «Mer müend doch fiire, dass do bisch», so der Tenor.

Wie schön es ist, wieder daheim zu sein. Doch zwei Wochen sind viel zu kurz. Alle meine Freunde zu treffen, ist schlicht unmöglich. Vorallem auch, weil ich hier bei meiner Familie im Rheintal bin und meine Liebsten in der ganzen Schweiz verteilt sind. Nächstes Mal muss ich mehr Zeit einplanen. Oder noch besser, meine Freunde sollen mich in Kalifornien besuchen. Dort haben wir wenigstens immer Sommer, Sonne, Sonnenschein.

Im Dossier: Alle Blogs von Jasmin Gruber