My awesome Life in Hollywood

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Neustart vor 30! Oder wie eine Rheintalerin nach Los Angeles kommt.

Was soll dieses Sauwetter in der Schweiz?

Schnee, Regen und Temperaturen im einstelligen Bereich. Unsere Bloggerin Jasmin Gruber hat sich ihre vermeintlichen Frühlingsferien in der Schweiz anders vorgestellt. 
Wetter Schweiz in St. Gallen mit Schnee
© Jasmin Gruber

So hat sich Bloggerin Jasmin Gruber das Wetter bei ihrem Schweiz-Besuch nicht vorgestellt.

Wandern im Alpstein, eine Velo-Tour durchs Rheintal, sünnele am Alten Rhein, einen Spaziergang am Zürichsee. Vor mir stehen zwei Wochen Frühlingsferien in meiner Heimat. «Hast du deine Winterklamotten eingepackt?», will meine Mutter wissen. Ach was, so schlimm wird das schon nicht werden. Ein paar kurze Hosen, T-Shirts, Sandalen und zur Sicherheit noch zwei, drei lange Hosen. Winter im April? Damit kann und will ich mich nicht abfinden. 

Und so lande ich am späten Mittwochnachmittag in einer kurzen Yoga-Hose - bin ja zum Glück nicht mit United geflogen - und ohne Jacke in Kloten. Es regnet, das Thermometer zeigt gerade mal vier Grad an. Lässig! Was für ein Empfang. Ich wusste ja, dass es nicht so warm wird wie in Kalifornien. Aber mit diesem Sauwetter habe ich beim besten Willen nicht gerechnet. Auch der Donnerstag fällt wortwörtlich ins Wasser. 

Am Freitag bin ich - Jetlag sei Dank - bereits um vier Uhr morgens wach. Noch schlaftrunken laufe ich in die Küche, will mir gerade einen Kaffee machen. Als ich diese dicken, weissen Schneeflocken vor dem Fenster sehe. Es schneit. Am 28. April. Mich trifft der Schlag. Und genau heute treffe ich mich mit zwei Freundinnen in St. Gallen. Vor acht Uhr morgens fahre ich von Widnau SG ab. Nach nur wenigen Minuten auf der Autobahn dann der nächste Schock. Stau. Nichts geht mehr. Fühle mich wie auf dem Freeway in Los Angeles. Ich habe fast zwei (!!!) Stunden für eine halbstündige Fahrt. Im Radio spielen sie sogar «Last Christmas» von Wham! So viel geflucht wie auf dieser Autofahrt habe ich schon lange nicht mehr. In St. Gallen liegt mir sogar das Auto ab, ich bleibe im Schnee stecken und ohne die Hilfe eines älteren Herren wäre ich wahrscheinlich jetzt noch dort. 

Wenigstens ist es am Wochenende etwas milder, ich kann sogar draussen sitzen und schlottere nur ein bisschen. Doch am Montag schifft es wieder in Strömen. Nasse Socken, kalte Hände, miese Stimmung. Ich sollte glücklich sein, endlich wieder meine Familie und Freunde zu sehen. Bin ich auch. Doch dieses Wetter geht mir gewaltig gegen den Strich.

Da komme ich für ein paar Tage in die Schweiz und dann sowas. Klimaerwärmung ist hier wohl kein Thema. Petrus hätte doch ein wenig Gnade walten lassen können. So sehr ich unser Land liebe - so sehr verabscheue ich das Wetter hier. «Und, bleibst du noch lange in Los Angeles?», will meine Tante von mir wissen. Die Antwort auf diese Frage fällt mir leicht. 

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