Blog Neues Leben am Kap - voller guter Hoffnung

Neues Leben am Kap - voller guter Hoffnung

Ein Schweizer wandert aus. Und sucht sein Glück in Südafrika.

Regen, Blitze, Donner und Husten

In Südafrika hat Auswanderer Sacha von der Crone mit einer kaputten Alarmanlage zu kämpfen und merkt, dass Hundewelpe Ziva noch viel lernen muss.
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© ZVG

Blitzeinschlag: Spektakuläres Bild ausserhalb von Kapstadt.

Einige Tage gehörte die Africa-Lodge ganz uns bevor nun wieder Gäste eingezogen sind. Wir haben einen Tag absolutes Nichtstun genossen und haben gleich noch einen Tag angehängt. Doch natürlich hält uns Ziva ordentlich auf Trab. Vor allem dann, wenn die Nächte durch ihr Husten zusätzlich verkürzt oder unterbrochen werden. Die Kleine musste also diese Woche bereits zum ersten Mal zum Tierarzt. Fynn hat sie wahrscheinlich angesteckt. Er ist erwachsen genug, um dies alleine auszukurieren. Ziva brauchte eine kleine medikamentöse Unterstützung. Aber nun ist alles wieder gut.

Unterbrochen wurde das Nichtstun einerseits durch unserere kaputte Alarmanlange und andererseits hat es tatsächlich geregnet. Regen, Sturm, Blitz und Donner führen bei einem solch grossen Garten sofort zu einer Menge Arbeit. Natürlich sind die Arbeitstage des Gärtners immer dann, wenn es die Nächte zuvor trocken und windstill war. Nicht klagen! Es gab ja endlich mal ausgiebig Regen. Mindestens genug Regen für unseren Garten und die Natur im Allgemeinen. Mehr als ein Tropfen auf den heissen Stein, bzw. in den leeren Damm war es aber nicht. Die Pegelstände nehmen immer weiter ab. Auch wenn es tatsächlich Südafrikaner gibt, die nicht verstehen, wie an einem Regentag der Pegelstand des Dammes trotzdem sinken kann. Da hat wohl jemand nicht daran gedacht, dass auch bei Regen irgendwo jemand den Wasserhahn öffnet. Und eben, mehr als zehn Millimeter Niederschlag waren es nicht. So gab es diese Woche auch nochmals Flächenbrände in unserer nahen Region.

Sacha von der Crone Handball Winterthur Südafrika
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Knabberspass während den Regenstunden. Fynn knabbert genüsslich und Ziba weiss noch nicht so recht, was damit anzufangen ist.

Dass wir unsere Alarmanlage nicht mehr in Betrieb nehmen können, ist ein Umstand, der in einem Land wie Südafrika leider eiligst behoben werden muss. Selbst wenn wir mittlerweile 1,25 Wachhunde haben. Kleine Bemerkung am Rande: Wenn Fynn bellt, rennt Ziva ganz verängstigt weg. Sie muss also noch einiges lernen, unser Baby. Der von der Sicherheitsfirma geschickte Techniker merkte zum Glück relativ schnell, dass ein «gebrochenes Kabel» der Grund für den Ausfall ist. Stromkabel im übrigen sind in unserem Haus mehr oder weniger ganz südafrikanisch «auf Putz» montier, immer schön versteckt und fast unsichtbar. Aber wenn ein solches Kabel einfach durch die Mauer «gebaut wurde», ist ein Bruch in einem Haus aus Holz und Stein schnell passiert – Holz arbeitet immer und reibt entsprechend an den Kabeln. Zudem ist das komplette Alarm-System ziemlich alt und auch nicht wirklich benutzerfreundlich. Wir müssen also ein wenig investieren und bekommen dafür auch einen komplett Schutz in der Nacht, wenn wir nicht da sind und auch tagsüber. Allerdings warten wir seit drei Tagen auf die entsprechende Offerte. This is Africa.

Tatsächlich hat sich nun auch Beauty, unsere ehemalige Maid und gute Seele, angekündigt. Sie sei ab Samstag oder Sonntag wieder in Somerset West. So genau lässt sich dies nicht sagen, schliesslich fährt sie mit dem Bus von Zimbabwe in den südlichsten Zipfel von Südafrika. Gleich auf Montag haben wir sie zu uns bestellt, damit sie wieder bei uns arbeiten kann. Es wäre ein absolut reibungsloser und angenehmer Übergang. Sind wir mal gespannt, wie es rauskommt und ob sie wirklich wieder erscheint. Schön wärs.

Man liest sich!