Blog Neues Leben am Kap - voller guter Hoffnung

Neues Leben am Kap - voller guter Hoffnung

Ein Schweizer wandert aus. Und sucht sein Glück in Südafrika.

Ungewohnte Boten im Garten

Es wird langsam ruhiger in der Lodge von Auswanderer Sacha von der Crone. Das Saisonende naht. So bleibt Zeit, sich um Reparaturarbeiten zu kümmern - und die neuen Gäste im Garten zu bewundern.

Seit einigen Tagen lebt ein Eulenpaar in unserem Garten - auch Boten der Weisheit genannt. Schön zu beobachten, wie die zwei tagsüber in den Bäumen sitzen, uns immer mal wieder beobachten, abends wegfliegen, um dann am anderen Morgen wieder zu kommen. Keine Ahnung, wie lange sie bei uns bleiben werden, aber seit fast einer Woche sitzen sie nun gut getarnt in unseren Bäumen. Der Gärtner und unsere Domestic-Workerin haben sie beim Mittagessen entdeckt. Barbara und ich würden wohl noch immer unwissend unter den Bäumen sitzen. 

Schrieb ich den letzten Blog noch der Kälte wegen in der Stube, sitze ich nun dort, um im Schatten zu sein. Der Sommer ist nochmals zurück und bringt uns sonnige Stunden im Garten. Abends und in der Nacht ist es nun schon merklich kühler. Die Südafrikaner erzählen uns, dass sie den Mai hier unten sehr geniessen, weil es immer noch sommerlich ist, aber nicht mehr zu heiss. Entsprechend riechen wir auch weitherum noch feine Braai-Düfte aus der Nachbarschaft. 

Das Wasser im Pool ist mittlerweile zu kalt für ein Bad, so kam uns der Einbau einer neuen Leitung, da die alte leckte, gerade zum richtigen Zeitpunkt. Beim Einbau der neuen, entschieden wir uns, die zum Pool hinführende sehr alte Leitung auch gleich noch erneuern zu lassen. Planen wir doch, den kümmerlichen Rasen am Pool durch ein Holzdeck zu ersetzen. So wäre es dann ärgerlich, nächste oder übernächste Saison die Terrasse wieder abzubauen, um die alte Leitung zu erneuern. Wie immer, wenn Handwerker im Hause sind, bietet sich das gleiche Bild: Der schwarze Mitarbeiter buddelt die Leitung aus und der weisse Chef betrieb Small-Talk mit mir. Angekündigt war der Einbau übrigens auf Dienstag, am Donnerstag wurde er dann umgesetzt. This is Africa.

Oft sind mir blaue Plastiksäcke am Strassenrand aufgefallen. Halbvoll liegen sie rum und nie wusste ich, was das soll. Nun lagen sie auch an unserer Strasse. Sinn und Zweck: Die werden am morgen verteilt, dann kommen Strassenputzer, welche die Säcke befüllen, und abends werden sie wieder eingesammelt. So einfach ist das. Apropos einfach. Das Internet-Problem hat sich «einfach» gelöst. Um einen anderen Provider auszuprobieren, musste ich während des Unterbruchs des Internet eine Einstellung am Modem ändern. Plötzlich ruft Barbara, dass es wieder läuft, bevor ich den neuen Provider testen konnte. Lag das Problem sogar bei uns bzw. wurden die Einstellungen früher falsch gemacht? Keine Ahnung, mein Wissen endet auf dieser Stufe. Das Problem scheint (vorläufig?) gelöst, aber keine Ahnung warum - spielt auch keine Rolle.

Die Biltong-Trocknungs-Box ist nun gekauft, steht bereit und wir werden nächste Woche wohl den ersten Selbstversuch machen. Gut, kann man die Box auch gleich zum Dörren von Früchten verwenden. Somit nutzen wir die ersten Tage ohne Gäste für die Herstellung oder den Versuch der Herstellung von leckeren Spezialitäten aus der Africa-Lodge. Vielleicht gibts im nächsten Jahr für unsere Gäste dann selbstgemachte Give-Aways. Bis es soweit ist, werden nochmals Gäste aus der Schweiz eintreffen und dann feiern wir Saisonende und erholen uns: So langsam zehrt es an der Substanz.

Man liest sich!

Im Dossier: Alle Auswanderer-Beiträge von Sacha von der Crone