Blog Neues Leben am Kap - voller guter Hoffnung

Neues Leben am Kap - voller guter Hoffnung

Ein Schweizer wandert aus. Und sucht sein Glück in Südafrika.

Die Wahlen sind vorbei - es geht aufwärts (hoffentlich!)

Nach den Wahlen resümiert Auswanderer Sacha von der Crone über die politische Lage Südafrikas. Und langsam gilt es, die neue Saison in Angriff zu nehmen - schlauer und erfahrener als in der letzten.
Sacha von der Crone Südafrika Auswanderer Blog
© ZVG

Auch nach den Wahlen hängen die Wahlplakate noch.

Nach vier Tagen, es wurde auch nach dem Wochenende weiter gezählt, sind die Wahlresultate bekannt. Der regierende ANC hat die in vielen Augen wohlverdiente Wahlschlappe eingefahren und in wichtigen Metropolen die alleinige Hoheit verloren. Ein denkwürdiger Denkzettel. In gewissen Städten und Regionen sind sie nicht mal mehr die stärkste Partei. Im Western Cape, also in unserer Region, und der gesamten Garden-Route sind die Demokraten schon länger an der Macht. Nun haben sich die Erfolge der Demokraten hier in Kapstadt und Umgebung - mehr Sicherheit und weniger Arbeitslose - ausbezahlt und ihnen bedeutend mehr Macht eingebracht. Jetzt stehen fast zum ersten Mal in vielen Regionen intensive Koalitionsgespräche an. Doch der ANC wird sicherlich über die Bücher gehen und es wird mit ruhigerem politischen Verhalten von ihrer Seite gerechnet.

Zufriedenheit an vielen Fronten also und auch der südafrikanische Rand steigt nach langer Talfahrt wieder an. Es gibt für das Land nach vielen negativen Prognosen endlich wieder positivere Aussichten als auch schon. Zufriedenstellend ist natürlich auch, dass die Wahlen friedlich, fair und auch die Tage nach Bekanntgabe der Resultate ohne Ausschreitungen geblieben sind. Man spricht von einem Gewinn für die südafrikanische Demokratie. Vieles, wie wir es von der Schweiz gewohnt sind. Gewohnt sind wir es ja auch, dass der Wahlkampf immer länger dauert als nur bis zum Urnengang. So hängen auch eine gute Woche nach den Wahlen überall noch die wilden Wahlplakate, wie man es auch aus der Schweiz kennt.

Es waren für mich spannende Wahl-Tage. Wir Schweizer, mit einer fast einmaligen Demokratie und mit einer Parteien- und Meinungsvielfalt versehen, erlebten Wahlen in einer sehr jungen Demokratie mit einer unglaublich starken Partei (ANC), welche eindeutig von der Geschichte und nicht von Taten und Erfolgen in vergangen Jahre lebt. Nun erfolgt also ein weiterer Schritt in eine vielfältigere südafrikanische Demokratie. Aber natürlich werden die kommenden Monate und Jahre interessant bleiben. Wie entwickelt sich dieses Land weiter? Geht es wirtschaftlich endlich mal wieder bergauf? Sinken Armut und Arbeitslosigkeit? Die Probleme sind nicht klein. Und 2019 finden die nächsten Wahlen auf nationaler Ebene statt. So gilt auch in Südafrika: Nach den Wahlen ist vor den Wahlen.

Spam-Alarm

Wir bekommen unglaublich viele Spam-Mails. Bedeutend mehr, als wir das aus der Schweiz kennen. Ich habe leider bis heute noch nicht rausgefunden, woran es liegt. Was ich aber auch noch nicht durchschaut habe, sind gewisse Mails, bei denen ich nicht genau weiss, wie sie uns «betrügen» möchten. Durchschaut haben wir die böse Absicht aber schnell. Die E-Mail erscheint wie eine normale Buchungsanfrage - eine grosse Buchungsanfrage mit mehreren Zimmern und für eine längere Zeitspanne. Vor Monaten sind wir noch drauf reingefallen und haben geantwortet. Heute erkennen wir nur schon aufgrund des immer identischen Textes die Mail als Spam. Als wir aber damals die mögliche Belegung der Zimmer bestätigt haben, bekamen wir prompt Antwort.

Mit der erfreuten Bestätigung der Buchung und der Bitte um Angaben für die Anzahlung. Die viel zu hohe Anzahlung - sie entsprach in etwa 300 Prozent der effektiven Totalkosten - machte uns stutzig. Die falsche Währung (Euro) noch mehr und wir schrieben zurück und gaben die Totalkosten und die korrekte Währung an. Einige Tage später bekamen wir wieder die gleiche Mail zugestellt mit der Bitte um Detail-Angaben für die viel zu hohe Anzahlung. Zudem hätten wir noch von der viel zu hohen Anzahlung einen Teil einem Tour-Operator vor Ort übergeben sollen für seine Reiseleiter-Dienste. Da wurde es uns dann zu blöde. Als wir daraufhin von einer komplett anderen Mailadresse die genau gleiche Email erhielten, durchschauten wir den Spam, aber bis heute noch nicht betrügerische Absicht.

In der Africa-Lodge geht es wieder rund. Gäste hauchen unserem Haus und Garten weiteres Leben ein, die letzten Detail-Arbeiten sind abgeschlossen. Wir sind bereit und die Saison gestartet.

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Die letzten Details sitzen, die Saison kann beginnen.

Man liest sich!

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