Blog Neues Leben am Kap - voller guter Hoffnung

Neues Leben am Kap - voller guter Hoffnung

Ein Schweizer wandert aus. Und sucht sein Glück in Südafrika.

Das Übergewicht vieler Südafrikaner

Früher trug Auswanderer Sacha von der Crone Kleidergrösse L. Heute muss er M kaufen. Das hat weniger mit Abnehmen zu tun, als vielmehr mit der Leibesfülle vieler Südafrikaner.

Obwohl wir in Südafrika das Leben geniessen und es mit vorzüglichem Essen und natürlich auch mit den vielen edlen Tropfen Wein in nächster Nähe viel zu sündigen gibt, haben wir beide merklich abgenommen. Hosen, die nicht mehr richtig sitzen, und Pullis oder T-Shirts, die plötzlich ziemlich weit sind, sind die Folge davon. Zeit also, mal wieder shoppen zu gehen.

Früher trug ich Grösse L. Und eigentlich würde ich sie sicherlich noch heute tragen - trotz dem Abnehmen. Hier muss ich mir aber die Grösse M kaufen. Denn in Südafrika ist alles eine Grösse kleiner, damit sich die Südafrikaner nicht XXXL kaufen müssen. Südafrika ist nämlich auf dem Treppchen, was die «dicksten Länder» der Welt betrifft. Und ja, es ist augenfällig, wie viele dicke Leute hier rumlaufen. Vielleicht ist einer der Gründe dafür auch, dass dick oder wohlgenährt früher ein Zeichen von Wohlstand war. Heute ist das Problem aber offensichtlich.

Gesunde Ernährung wäre so einfach

Viel zu viele Süssgetränke gepaart mit zu wenig Bewegung, lautet eines der Grundübel. Und ja, es ist unglaublich, welche Auswahl an diesen Soft-Drinks in den Regalen feil geboten wird. Ich, als Liebhaber von süssen Getränken, muss aber sagen: Vieles ist so unglaublich süss, das kann man gar nicht mögen. Es scheint, als würden die Zähne gleich zusammenkleben und sich nie mehr lösen. Zu viel, viel zu viel Zucker. Was aber auch erschreckend ist, ist die riesige Auswahl an Protein-Pülverchen, Body-Builder-Ernährung, Sportler-Nahrung, Nahrungsergänzungsmitteln... Und alles gleich kiloweise in grossen Kübeln, steht im hundskommunen Supermarkt in den Regalen. Mag für die einen eine gute Sache sein, sicherlich aber nicht für den Otto Normalverbraucher oder den Freizeitsportler. Garantiert ist aber, dass die Dinger viele Kalorien mit sich bringen.

Dabei wäre eine gesunde Ernährung in diesem Land doch einfach. Früchte en masse, und zwar richtig feine, direkt von den Felder. Reif gepflückt und nicht wie oft für Europa vor der Reife vom Baum gerissen und verfrachtet. Gemüse in einer eingermassen grossen Auswahl und natürlich Fleisch und Fisch. Dazu Bewegung in einem Land, wo es doch so selten regnet und man sich gut an der frischen Luft aufhalten kann. Es könnte so einfach sein, es liegt aber wohl, wie überall, an der Bequemlichkeit. Die Spät-Folgen für die Gesundheit und die Kosten werden das Land irgendwann vor grosse Probleme stellen.

Die Sache mit dem Internet...

Zu einem anderen Thema. Regelmässige Leser meines Blogs kennen es bereits: Die Sache mit dem Internet. Noch immer verabschiedet es sich pünktlich vor acht Uhr, um dann so um zehn wiederzukommen. Wir sind mit dem Problem nicht alleine, wie wir nun via Facebook festgestellt haben. Überall in der ganzen Region gibts Haushalte mit dem gleichen Internet-Ausfall. Scheint also ein grösseres Problem zu sein. Bei der Hotline werden wir noch immer gefragt, was mit dem Telefon nicht stimme, und es wird getan, als seien wir die einzigen mit diesem Problem. Sagen wir dann, dass wir von ganz vielen Betroffenen wissen, werden wir weiter verbunden, vertröstet und sind irgendwann am Ende der Leitung... Mit einem blossen Wechsel des Anbieters ist es leider nicht getan, da diese wiederum bei der Telkom auf die Leitung aufspringen und wir somit wieder beim gleichen Problem landen. So recherchieren wir weiter, fragen herum und hoffen auf eine baldige Lösung.

Im Dossier: Alle Auswanderer-Blogs von Sacha von der Crone