Blog Neues Leben am Kap - voller guter Hoffnung

Neues Leben am Kap - voller guter Hoffnung

Ein Schweizer wandert aus. Und sucht sein Glück in Südafrika.

Handykauf ist Vertrauenssache

Ein neues Handy muss her und da erlebt Auswanderer Sacha von der Crone eine positive Überraschung. Überrascht haben ihn auch die Zuschauerzahlen für Rugby-Spiele. 
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© ZVG.

Dem Garten gehts dank der vergangenen kühleren Tage und dem Regen gut. 

Ziemlich genau ein Jahr ist es her, als mir Fynn beim Spielen mein Smartphone aus der Hand schlug, es auf den Boden fiel und der Bildschirm zerstört wurde. Aber es funktioniert noch. Im Gegensatz zu Barbara hab ich immer noch zwei Handys in Betrieb. Eines mit der Schweizer-Nummer und eines mit der südafrikanischen. Es wird langsam Zeit, dies zu ändern und ein neues Gerät zu kaufen. In der Schweiz wäre ich einfach schnurstracks in den Laden meines Vertrauens gelaufen, hätte mich beraten lassen und gekauft. Doch gerade bei teureren Anschaffungen spüre ich hier in Südafrika immer noch ein wenig mein mangelndes Vertrauen.

Will mich der Verkäufer über den Tisch ziehen? Einfach das teuerste Telefon verkaufen? Ich möchte eines für zwei Sim-Karten. Auch wenn die Kontakte in die Schweiz immer spärlicher werden, möchte ich trotzdem auf beiden Nummern erreichbar bleiben. Ich fuhr in die grosse Mall hier in Somerset West, ein Einkaufszentrum mit unsagbar grosser Auswahl, auch an Mobil-Telefon-Anbietern. Ich hab mich aber im voraus schon im Internet, (hauptsächlich auf Schweizer-Webseiten) informiert und weiss also ziemlich gut Bescheid. Laden 1 sagt mir beim günstigsten Gerät, es sei nicht gemacht für zwei Sim-Karten. Ich weiss aber eben, dank der Recherche, dass dem so ist, beim Rauslaufen zeige ich dem Verkaufspersonal noch, wo die zweite Karte reingeschoben werden kann, und verlasse das Geschäft. Ich fühl mich also in meinem Misstrauen bestätigt. Laden 2: Hier werde ich leider gar nicht bedient und muss mich alleine umschauen. Die Preise sind höher, als ich am Vorabend im Internet sah. Also, auch wieder raus. Laden 3, der mit dem besten Angebot im Netz. Kaum bin ich drin, werde ich bereits von einem Verkäufer empfangen. Ich schildere ihm meinen Wunsch und er fragt mich als erstes nach meinem Budget. «Nicht zu teuer» antworte ich ihm. Sofort schlägt er das Gerät vor, welches auch ich ins Auge gefasst habe und er preist es mir entsprechend an. «Gehen Sie nun nach Hause, bestellen das Geräte online, lassen es zu mir in den Laden schicken und ich installiere Ihnen alles wie von Ihnen gewünscht», sagt er mir. «So sparen sie über zehn Prozent - bei gleichem Service.» Das nenn ich doch mal Kundendienst - Vertrauen hergestellt.

Tod einer Rugby-Legende

Südafrika wiederum beschäftigt in den letzten Tagen der frühe Tod einer Rugby-Legende - mit 45 Jahren verstarb Joost van der Westhuizen. Ich gebe es zu, dass ich bis zu seinem Tod noch nie etwas von ihm gehört habe. Aber in den letzten Tagen konnte man ihm fast nicht ausweichen (vielleicht wird Rugby auch das Thema des nächstens Blogs). Die Meisterschaft der neun grössten Rugby-Universitäten im Lande hat begonnen. Ich hab mir die Daten schon lange mal vorgemerkt und gedacht, für 5 Franken Eintritt können wir uns ja unter das Volk mischen und Rugby live erleben. Dann las ich den Bericht vom ersten Spiel: Über 15'000 Zuschauer (!) bei dem einen Spiel und für ein anderes werden 18'000 Fans erwartet. Und ich Schweizer-Sport-Naivling dachte, ich gehe da mit ein paar anderen Verwegenen ein wenig Junioren-Rugby schauen, trinke ein Bier und geniesse dabei noch den Sonnenuntergang. Mal schauen, ob wir uns überhaupt noch eines der begehrten Tickets sichern können.

Man liest sich!

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