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Olympia-Blog

SI-Sportredaktorin Sarah Meier berichtet laufend von den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang.

Drei Wochen ohne Sport?

Trotz fehlenden Sporteinheiten bleibt unsere Olympia-Bloggerin Sarah Meier in Bewegung. Das Leben als Reporterin in Pyeongchang geht nämlich ganz schön in die Beine.

Der Wille im Vorfeld war da, die Sportkleider natürlich mit in meinem Koffer. Denn ich glaube, ich habe es in meinem Leben  – zumindest seit ich mich erinnern kann – noch nie mehr als 3-4 Tage am Stück ohne Sport ausgehalten. Seien es nur einige Sprints in der Hotelanlage – wie zum Beispiel bei meiner Reise mit dem Roten Kreuz in Malawi – oder ein paar Kraft- oder Sprungübungen. Das geht in jedem Hotelzimmer auf der Welt. Wenn ich länger als zwei Tage still sitze, werde ich unangenehm.

Lange Tage

Soweit meine Ausgangslage vor den Spielen. Nun, ich bin jetzt seit zweieinhalb Wochen hier. Und bin genau einmal eine halbe Stunde im Zimmer rumgehüpft (sorry Zimmernachbar!) und war heute das erste Mal joggen! Meine Sportuhr zeigte dennoch jeden Abend zwischen sieben und elf gelaufene Kilometer an. Wir waren durchschnittlich wohl 16 Stunden auf den Beinen. Und wer mich kennt, weiss, dass ich zwar gerne Sport treibe, aber mindestens so gerne schlafe. Und manchmal hielten mich auch die Kälte und die nicht unbedingt einladende Landschaft von einer Joggingrunde ab.

Es sprudelt

Heute hat mich die Sonne dann doch noch nach draussen gelockt. Meine Uhr war erbarmungslos: Leistungszustand minus 8! Aber egal, ich muss ja auch nicht mehr fit sein, denke ich. Aber ein bisschen nervt es mich natürlich schon. Das wird sich wohl nie mehr ändern. Am Ende des Trainings fühlte ich mich aber gar nicht so schlecht. Denn mein Kopf war durchgelüftet und ich sprudelte vor neue Ideen – zum Beispiel für diesen Blog. So freue ich mich auf die letzten Tage – mit Aktiv- oder auch nur mit Passivsport.