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Olympia-Blog

SI-Sportredaktorin Sarah Meier berichtet laufend von den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang.

Koreanische Bohnen mit Augen

SI-Reporterin Sarah Meier wirbelt bei Minustemperaturen durch Pyeongchang. Die südkoreanische Kulinarik hält so einige Überraschungen für die Schweizerin bereit.

Während ich mich jetzt bereits mehrmals über Wind und Wetter beschwert habe, möchte ich heute einmal über positive Aspekte berichten.

Wie zum Beispiel das Essen: Zum Frühstück in unserem Hotel, dem Phoenix Park Condo in Bokwang, gibts ein grosses Buffet mit koreanischen Spezialitäten wie Bulgogi – mariniertes, süsslich schmeckendes Rindfleisch –, diverse Suppen und internationale Basics, wie Eier in verschiedenen Variationen, French Toast und Obst. Und ich kriege sogar einen Cappuccino. Viel mehr braucht es nicht, um mich am Morgen glücklich zu machen.

Auf einmal schauten mich Äuglein an

Nur einmal hatte einen mittelgrossen Schock: Direkt neben Tomaten und Gurken stand etwas, das auf den ersten Blick aussah wie Bohnensalat mit Walnüssen. Da ich jede Sorte von Nüssen liebe und das Gericht meinem Lieblingssalat aus dem Tibits ähnelte, griff ich kräftig zu. Bis mich dann ganz viele kleine Äuglein anstarrten. Zumindest war ich dann schlagartig wach. Das Gericht heisst Myulchi Bokkeum, wie ich jetzt weiss. In Sojasauce und Ahornsirup gekochte Sardinen. Ich verspreche euch, dass ichs noch probieren werde. Aber nicht auf den leeren Magen.

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Myulchi Bokkeum: In Sojasauce und Ahornsirup gekochte Sardinen.

Mittag- und Nachtessen gibt es für uns meistens irgendwo unterwegs. Im Medienzentrum in Alpensia im Mountain Cluster ist zwar meist das halbe Menu ausverkauft, doch die Steamed Buns, die Nudelsuppen und die Reisbowls mit Gemüse und Rindfleisch schmecken richtig gut.

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Steamed Buns: Gefüllte Teigtaschen.

Zweimal waren wir auch schon in einem koreanischen Restaurant. Speziell: Als Vorspeise werden immer Kimchi (scharfer, marinierter Kohl), schwarze Bohnen in Sojasauce und verschieden marinierte Seegras-Salate serviert. Und das Fleisch wird beim Tischgrill nicht mit dem Messer, sondern gleich mit der Schere zerkleinert.

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In der Mitte Kimchi (scharfer, marinierter Kohl), mit dabei: Schwarze Bohnen in Sojasauce und verschieden marinierte Seegras-Salate.

Zwei Cappuccinos für 25 Franken

Geschmacklich war das Essen bisher gut – konstant. Dafür variieren die Preise stark: Mal haben wir für ein ganzes Menu pro Person umgerechnet 25 Franken bezahlt (grob gerechnet 25000 Won), ein anders Mal waren zwei Cappuccinos genau so teuer.

Alles in allem bin ich mit der Verpflegung hier sehr zufrieden. Und falls ich dann doch mal kulinarisches Heimweh habe: Im House of Switzerland gibts Raclette und Fondue.

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Das Menü im House of Switzerland.