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Alle lieben «Glee»!

Die heisseste TV-Serie im amerikanischen Fernsehen startet wieder.

Am 13. April startet sie wieder, die liebste meiner «Guilty Pleasures»: die amerikanische TV-Serie «Glee». Zu Recht hat das Anti-High-School-Musical an den diesjährigen Golden Globes die Statue als beste Comedy-Serie einheimsen können – neben renommierten Komödien-Konkurrenten wie «30 Rock» oder «The Office».

Die Grundidee von «Glee» ist ebenso simpel wie auch unwiderstehlich: High School Losers formieren sich zu einer Musical-Truppe. «It's the gayest show on television!» Und entwickelt wurde diese schrille, schräge, schwule Show von Ryan Murphy. Ihm haben wir auch «Nip/Tuck» zu verdanken, die TV-Serie über zwei Schönheitschirurgen, in der keine menschliche Perversion ausgelassen wurde – wie abartig und abstrus sie auch immer war.



Kein Wunder also, dass es in «Glee» von verqueren Charakteren nur so wimmelt: Der hübsche Quarterback, der mit frühzeitigem Samenerguss kämpft. Der Bad Boy, der heimlich Neil Diamond verehrt. Die keusch-sündig-schwangere Cheerleaderin. Die zwangsneurotisch mysophobische Schulpsychologin, die jede einzelne Traube desinfiziert. Und allen voran die fiese Sportlehrerin, eine cholerische Amazone im Adidas-Anzug (gespielt von der grossartigen Komödiantin Jane Lynch). Nur schon ihren Dialogen wegen lohnt es sich, die Show zu schauen.

In den Vereinigten Staaten ist das «Glee»-Fieber vollends ausgebrochen,
Musiker wie Jennifer Lopez oder Justin Timberlake sollen sich bereits um Gastauftritte reissen. Madonna stellt ihre Songs zur Verfügung. Es ist eine Freude, wie der Kanon der Populärkultur von diesen talentierten Schauspielern neu und witzig intoniert wird. Denn davon lebt vor allem die Show: das frische Ensemble (die älteren darunter sind versierte Broadway-Darsteller, die jungen allesamt Entdeckungen). Sie singen und tanzen mit einer Unverbrauchtheit, dass das Herz vor Freude hüpft.

Autorin: Andrea Vogel