(R)auszeit

Ab ins Kloster! Wenn die Decke auf den Kopf fällt, dann stützen die Klostermauern.

Ueberarbeitet, übermüdet, quengelnde Kinder (die sich als die ärmsten empfinden, dass es ihnen ausgerechnet die Sommerferien verregnet)?

Brauchen Sie einfach mal eine Auszeit?

 

Gehen Sie ins Kloster!

 

Natürlich nicht für immer, aber zwei, drei Tage oder eine Woche und Sie fühlen sich wie neugeboren.

Da bürg ich dafür.

 

Ich bin auch eine solche Auszeit-Kandidatin:

Ständig am Limit. Kind, Beziehung, StyleMe, DRS3, Piloten-Brevet und dazwischen Moderationen und eine Hochzeit organisieren. Sie sollten mal meine Agenda sehen – aber vermutlich sieht Ihre genauso aus...


Dass ich im Sternzeichen Jungfrau geboren bin und sowieso immer alles selber machen muss (will!!) und dazu noch perfekt (…..), macht es nicht einfacher.


Sonntag zelebrierten wir einen richtig gemütlichen im-Bett-bleib-Tag. Wir hatten es auch alle dringend nötig: Links flätzte meine Tochter (die hatte sich eine Woche im Zirkuslager ausgepowert), die sich zu uns ins Bett gekuschelt hatte, rechts mein Mann, der um halb acht von einem Nachtflug nach Hause gekehrt war und in der Mitte lagen meine müden Knochen (dachte, es sei sinnvoll, dass ich diese Zirkuslager-Zeit nutze, um die ganze Woche durchzuarbeiten, damit ich jetzt freie Tage für meine Tochter hab…).

 
Es war elf und wir machten auf tote Fliegen. Ich war grad ziemlich glücklich.

 
Sonntagabend aber reichte es mir. Regentropfen klatschten gegen die Scheibe und ich war enttäuscht, dass ausgerechnet die Ferienwoche, die ich mit meiner Kleinen verbringen kann, so ins Wasser zu fallen schien.

 
Fertig Trübsal blasen.

Ich schickte meiner Schwester, die seit 17 Jahren im Kloster lebt, eine kurze E-Mail: „Darf ich kommen?“

 
Zwei Stunden später die Antwort: „Euer Zimmer ist bereit.“

 

So fuhr ich Montagmorgen los. Pünktlich zum Zmittag fuhren wir ein, die Suppe dampfte schon auf dem Tisch.

 
Töpfern mit meiner Sr. Maria, Ikonen malen, im Klostergarten sitzen, den Mammutbaum bestaunen (den man zu zehnt wohl nicht umarmen könnte), die Ölgemälde betrachten in diesen Uraltgemäuern: herrlich.

 
Und natürlich auch in die Kirche sitzen und einfach mal die Stille geniessen, den Schwestern beim Harfenspiel und den Gesängen lauschen.

 
Und abends zusammensitzen im Refektorium und mit den fünf Ordensschwestern diskutieren (im Hintergrund wärmt der Kachelofen.)

 
Für mich ein einzigartiger Geheim-Unterschlupf, um mal wieder richtig Energie zu tanken.

 

Überarbeiten und übermüden können wir uns wieder anderswo… 

 

 

 

PS. Was ich immer als Familienoase betrachtet habe, könnte ja vielleicht auch Ihnen gut tun. Kinder sind willkommen. Im Montafon (Vorarlberg, Österreich) lässt sich herrlich wandern und im Winter skifahren.

Schlafen muss man übrigens nicht auf unbequemen Pritschen sondern in gemütlichen Zimmern mit Dusche und WC.

Klosterferien oder einfach mal eine Auszeit. www.sankt-peter.at