Renggli’s Top Ten

Die Schweizer Olympia-Helden

Pleiten, Pech und Pannen. Die Schweizer hinterlassen an den Olympischen Spielen eine breite Schadensspur. Doch es gibt Licht am Ende des Tunnels. Die helvetischen Top Ten aus London – weltexklusiv:
  1. Roger Federer. Die Niederlage im Doppel ist als Ablenkungsmanöver und energieschonende Sofortmassnahme zu betrachten. Der König von Wimbledon befindet sich auf Kurs – und bleibt selbst für Superstars des Sports ein Idol. 100-m-Weltrekordhalter Usain Bolt sagt zu seinen zwei wichtigsten Olympia-Zielen: «Gold gewinnen – und auf einem Foto mit Federer posieren.»
     
  2. Anton Mosimann. Zusammen mit seinen Söhnen Philipp und Mark erfüllt der royale Chefkoch im House of Switzerland jeden Wunsch. Wäre kochen eine olympische Disziplin, die Schweiz hätte schon einen ganzen Medaillentopf gewonnen. Auch die Verantwortlichen von Présence Suisse reagierten auf die Katerstimmung am 1. August prompt: Sie verteilten Notfallrationen Rivella, Mövenpck-Glace und Lindt-Schokolade an die traumatisierten Schweizer Olympia-Fans. 
     
  3. Die Windsors. Sie verbringen ihre Skiferien am liebsten in Klosters. So gesehen, gehört die Silbermedaille der Queen-Enkelin Zara Phillips mit der englischen Military-Mannschaft auch ein bisschen der Schweiz.
     
  4. Roberto Di Matteo. Der Champions-League-Sieger aus Schaffhausen regiert Fussball-Europa vom Londoner Süden (Chelsea) aus. Daran ändert eine Randsport-Veranstaltung wie Olympia nichts.
     
  5. Auf die Swiss Clock am Leicester Square ist Verlass. Wären alle Schweizer in diesen Tagen so pünktlich, die Medaillen lägen schon stapelweise im Safe von Swiss Olympic.
     
  6. Auch das Restaurant «St. Moritz» an der Wardour Street ist ein hervorragender Schweizer Olympia-Botschafter. Westlich von Genf lässt sich kaum ein besseres Fondue finden.
     
  7. Fabian Cancellara. Der Berner löste mit seinem Crash im Strassenrennen das Schweizer Olympia-Schlamassel aus. Doch er zeigte Kämpferherz und stellte sich – trotz havarierter Schulter – im Zeitfahren der Konkurrenz. Dafür verdiente er sich vom britischen Publikum eine Standing Ovation – und von uns den Trostpreis.
     
  8. Julia Saner und Xenia Tchoumitcheva. Die beiden (Ex-)Models und Wahl-Londonerinnen gehören zu den grössten Attraktionen an der Themse – unabhängig vom olympischen Tagesgeschäft. Sie sind schöner als alle Medaillen zusammen.
     
  9. Michel Morganella. Frei nach dem Motto – «lieber schlechte Schlagzeilen als gar keine» twitterte sich der Schweizer Kicker zu fünf Minuten Olympia-Ruhm – immerhin.
     
  10. Gian Gilli. Der Missionschef erfüllte seinen Auftrag als Reiseleiter der Schweizer Delegation bis jetzt makel- und anstandslos – indem er Morganella in den nächsten Flieger setzte.