Renggli’s Top Ten

Olympia royal – die Top Ten aus dem Buckingham Palace

Die Sommerspiele in London finden im Namen ihrer Majestät statt. Die Queen herself sprach die Eröffnungsworte, ihre Enkelin Zara Phillips profiliert sich hoch zu Ross. Die olympischen Top Ten aus dem Hause Windsor.
  1. Elizabeth II. Von Amtes wegen gehört der Queen der Spitzenplatz. «Lilibeth» ist seit frühster Kindheit eine Pferdenärrin. Sie besitzt und züchtet Rennpferde und räumt regelmässig  die Preise an den royalen Rennen in Ascot ab. Ausserdem ist sie selber aktive Sportlerin: Sie spaziert gerne mit ihren Labradoren und beherrscht (angeblich) den schottischen Volkstanz.
     
  2. Prinzessin Anne. Die einzige Tochter der Queen ist eine hochbegabte Reiterin. Im Military gewann sie 1971 den EM-Titel – und wurde von der BBC zur Sportlerin des Jahres gekürt. Als erstes Mitglied der Royal-Family nahm an den Olympischen Spielen teil – 1976 in Montreal. In der Einzelkonkurrenz kam sie nach einem Sturz nicht über den 24. Platz hinaus. Mit dem Team wurde sie achtbare 9. Sie war damals die einzige weibliche Teilnehmerin, die sich keinem «Geschlechter-Test» unterziehen musste. Dies wurde für ihren Stand als unangemessen angesehen. Heute ist sie Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees.
     
  3. Zara Phillips. Annes Tochter, Enkelin der Queen, hält die Tradition im Hause Windsor aufrecht und tritt in London zur Military-Prüfung an. Die Nummer 14 in der Thronfolge ist sportlich eine Königin: 2005 wurde sie Europameisterin, 2006 Weltmeisterin.
     
  4. Prinz Charles. Der ewige Prinz wird oft als wandernder Naturliebhaber abgebildet. Dabei kann er auch ganz anders. Er taucht, segelt – und nahm in seiner Jugend als Jockey an Pferderennen teil. Vor allem ist er ein begnadeter Polospieler (Handicapd +2). Wäre er etwas früher geboren, hätte er es bestimmt zu olympischen Weihen gebracht. Polo war 1900, 1908, 1920, 1924 und 1936 im Programm der Sommerspiele.
     
  5. Camilla. Herzogin von Cornwall. Die Ehefrau von Prinz Charles hegt keine olympischen Ambitionen. Sie geht gerne spazieren und züchtet Rosen. In einer (nichtolympischen) Disziplin sorgte sie trotzdem (zusammen  Charles) für allergrösstes Aufsehen – im Seitensprung.

  6. Prinz Philip. Der heute 91-jährige Vater von Charles ist ein passionierter Segler und Cricket-Spieler. Auch mit Pferden versteht er sich prächtig. 1956 fungierte der Herzog als Schirmherr der Olympischen Spiele in Melbourne. Von 1964 bis 1986 war er Präsident der «International Equestrian Federation». Er nahm im Vierspänner-Fahren an Welt- und Europameisterschaften teil. Allerdings verletzte er sich oft bei Reitsportunfällen. Deswegen musste er mit dem Polo aufhören. Zuletzt gingen ihm 2010 die Pferde durch, seine Kutsche krachte gegen einen Baum, er zog sich eine Knöchelblessur zu.
     
  7. Prinz William. Glaubt man den Medien, ist der künftige König ein Modelathlet. Zum Beispiel war er an seiner Schule Kapitän des Rugby- und Basketball-Teams. Er gilt er als guter Schwimmer und passabler Geländeläufer. Ausserdem ist er Präsident des Fussballverbands FA. Für die Landesverteidigung noch wichtiger: William machte sich auch als Tontaubenschütze einen Namen.
     
  8. Prinz Andrew. Der Bruder von Prinz Charles hält die Tradition der grossen britischen Bergsteiger aufrecht – allerdings talwärts. Er will sich Anfang September für einen guten Zweck vom Londoner Shard-Tower, dem kürzlich eingeweihten höchsten Gebäude Europas, abseilen lassen. Damit wäre Andrew der erste (offiziell) heruntergekommene Royal.
     
  9. Prinz Harry. Nicht nur im Partymarathon ein sicherer Wert. Er gehört zu den besten Skifahrern des Hochadels – und lässt es auch im Rugby gehörig krachen. Ausserdem gilt er mittlerweile als wichtigster royaler Experte im Beachvolleyballsport – sein Kompetenzbereich ist allerdings auf das Frauenturnier beschränkt.
     
  10. Herzogin Catherine. Die Frau von William ist gemäss der royalen Website eine «eifrige Sportfrau». Für ihre Schule spielte sie Tennis, Hockey und das basketballähnliche Netball. Asserdem war sie auch eine ambitionierte Hochspringerin.Trotzdem hat sie sportlich bei den Roylas einen denkbar schweren Stand. Sie leidet nämlich an einer Allergie gegen Pferdehaare.