Sale, pepe e pomodoro

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Moderatorin Zoe Torinesi tauscht regelmässig Mikrofon gegen Kochlöffel.

5 coole Foodblogs - und wir suchen Deinen!

Wer sich fürs Kochen interessiert, landet früher oder später auf einer Seite zum Thema im Internet. Kochbloggerin Zoe Torinesi hat sich auf die Suche nach aktuellen und auffälligen Foodblogs gemacht - hier ihre Top 5.
Hannah Hart, My Drunk Kitchen, kocht betrunken auf Youtube
© via Facebook

Hanna ist eine der Foodbloggerinnen, die auf Youtube Millionen Anhänger begeistert.

Seit ich im Frühling dieses Jahres mit meiner Foodpage Cookinesi.com und diesem Blog auf SI online angefangen habe, beschäftige ich mich tagtäglich damit, was Foodverrückte im Internet so alles auf die Welt loslassen. Und das ist echt ein grosser Brocken. Blöde und irgendwie doch lustige Blogs wie «My drunk Kitchen», die konservative Martha Steward oder der nörgelnde «The real picky Gourmet» könnten unterschiedlicher nicht sein. Und doch spricht mich jeder auf seine Art an.

Übrigens: Hast Du auch einen Blog oder eine Website, die man auf keinen Fall verpassen sollte? Cookinesi.com sucht gerade in der Schweiz wohnhafte Blogger aus allen Teilen des Landes für ein neues Projekt. Falls Du Interesse hast und sich die Themen Deines Blogs um Essen, Gastronomie oder Kochen drehen, dann melde Dich unbedingt bei contact@cookinesi.com. Mehr Infos folgen per Mail.

Und jetzt, viel Spass mit meinen aktuellen Top-5-Seiten im Netz, auf die Du Dich einfach einmal klicken MUSST.

1. Martha Stewart
Martha Stewart ist mittlerweile 73-ig und ist für mich sozusagen die Mutter aller Foodblogger. Die amerikanische TV-Personality schreibt für ihre eigene Seite, die Kochvideos werden aber meist von anderen Ladys präsentiert und dabei echt schön gefilmt. Auf Marthastewart.com gibtss Rezepte, Videotutorials, Bastelanleitungen oder Tipps und Tricks rund um den Haushalt. Auch auf Facebook erfäht man viel Wissenswertes.

2. My Drunk Kitchen
Also wie die Hanna DAS geschafft hat, keine Ahnung. Man stelle sich Folgendes vor: Eine junge Frau aus San Francisco lädt bescheuerte, eher langweilige und zum Teil auch recht unappetitliche Videos von sich auf Youtube, wie sie besoffen kocht oder bäckt. Und die Leute gucken es wie wild! Als ich den ersten «My Drunk Kitchen»-Clip entdeckte, hatte der gerade mal einige hundert Klicks, jetzt zählen die Videos oft über eine Million und mittlerweile gibt es sogar ein Kochbuch von diesem Seich! Ja, die Welt ist am Verblöden. Aber was solls, make Fun, not War.

3. The Frenchie Kitchen Club
Grad nochmal ein Youtube-Channel: «The Frenchie Kitchen Club». Virtueller Clubbesitzer ist Alex, Franzose, begeisterter Hobbykoch und ein Freund von mir. Deshalb weiss ich auch, wie seine Kreationen in echt schmecken - nämlich saumässig gut. An seinen Clips gefällt mir, dass er total authentisch ist und man das Gefühl hat, ihm in seiner Küche über die Schulter zu schauen. Er präsentiert Eigenkreationen oder französische Familienrezepte, wie zum Beispiel den Apfelkuchen seiner Oma. Alex’ Credo: «Ohne ein Glas Rotwein koche ich nicht.» Gutes Credo.

4. The real picky Gourmet
Unterhaltsam, schonungslos ehrlich - und hilfreich. Viel mehr gibts zum Foodblog des wählerischen Restauranttesters eigentlich nicht zu sagen. Oder doch, er will anonym bleiben und betont, dass er unabängig is(s)t und seine Rechnungen stets selber bezahlt. Gerade war ein Redaktor des «Jamie»-Magazins in Zürich. Und wen rief der an, um gemeinsam die Stadt kulinarisch zu entdecken? Jawoll, den picky Gourmet. Vorbeischauen lohnt sich! Hier: Therealpickygourmet.com.

5. Anonymekoeche.net
Hahahaha! Ich kringel mich grad wieder vor Lachen, wenn ich meinen Lieblingstext auf Anonymekoeche.net durchlese. Auf der Seite gibts tolle Rezepte, aber am besten gefällt mir der Schreibstil des Autors. In einem Eintrag zitiert er den Akzent seiner italienischen Mutter, die den vollen Geschmack der Tomaten anpreist:  «Die Tòmate ende riktig Schmack!». Schöne Fotos, lustige Texte, ansprechende Rezepte. Warum der Name des Blogs allerdings «anonyme Köche» lautet - keine Ahnung. Schliesslich gibt es nur einen Autor und der heisst Claudio. Oder nicht?