Sale, pepe e pomodoro

Sale, pepe e pomodoro

Moderatorin Zoe Torinesi tauscht regelmässig Mikrofon gegen Kochlöffel.

Saisonale Rezeptideen

Koch-Bloggerin Zoe Torinesi präsentiert in ihrem neusten Beitrag drei leckere Rezepte, die in die aktuelle Saison passen. Probieren Sie die Gerichte aus - es lohnt sich!
Zoe Torinesi Blog: Saisonale Rezeptideen
© zvg

Auf dem Menüplan von Zoe Torinesi stehen diesmal Schwarzwurzelgratin, Spinatwähe und Vollkornreis mit Karotten-Sahnesauce.

Gestern im Supermarkt runzelte sich meine Stirn ganz von selber: Wunderschöner Spargel lag da, ganz vorne im Regal. Kurz musste ich schon überlegen wer jetzt falsch liegt, ich oder das Gemüse. 
Auch wenn ich vor lauter Sonne, warmem Wetter und Frühlingsgeruch schon Schmetterlinge im Bauch verspüre, weiss ich eines sicher: Es ist eigentlich noch Winter und Saison hat vieles - aber sicher nicht der Spargel. 
Saisonal kochen ist gesund und umweltfreundlich. Schliesslich bedeutet saisonal oft auch regional, und wo die Erdbeeren im Winter herkommen - keine Ahnung, aber sicher nicht vom Bauer ums Eck. 

Deshalb präsentiere ich Ihnen heute bei «Sale, pepe e Pomodoro» einige köstliche, einfache Rezepte mit saisonalem Gemüse wie Schwarzwurzel oder Spinat. Viel Spass beim Nachkochen und berichten Sie mir, wies geworden ist.

SCHWARZWURZELGRATIN
Die Schwarzwurzel wird auch Winterspargel genannt, ihre Saison dauert etwa von Oktober bis April. Tipp 1: Die langen schwarzen Dinger geben einen klebrigen Saft ab, der an Händen und Oberflächen haftet. Deshalb die Hände vor dem Schälen mit etwas Öl oder Butter einreiben. Tipp 2: Schwarzwurzeln sofort nach dem Schälen in eine Schale mit Wasser und etwas Zitronensaft geben, damit sie sich nicht zu sehr verfärben.


Zutaten für eine kleine Gratinform voll (Gemüse als Beilage):


700g Schwarzwurzeln

4.5 dl Halbrahm oder Rama (hat weniger Fett)
2 EL Gruyère
3 EL Parmesan
Salz, Pfeffer, Paprika, Muskatnuss

Zubereitung:
 Eine kleine Auflaufform mit Butter einfetten. Schwarzwurzeln schälen und in etwa 8 Zentimeter lange Stücke schneiden. Wurzeln im Salzwasser während 10 Minuten kochen. Halbrahm aufkochen, mit Salz, Pfeffer, Paprika und einer Prise Muskatnuss würzen, den Gruyère einrühren. Die warme Sauce über das Gemüse geben und die Form in die untere Ofenhälfte schieben. Bei 200 Grad während ungefähr 25 Minuten überbacken. 5 Minuten vor Schluss den Parmesan über das Gericht streuen, fertig backen.
 Variante: Man kann das Gemüse auch mit Schinken umwickeln. Dazu die Schwarzwurzeln etwas länger, ca. 15 Minuten kochen, in den Schinken einpacken und in der Sauce etwa 20 Minuten bei 200 Grad überbacken.

Zoe Torinesi Blog: Schwarzwurzelgratin
© zvg

Der leckere Schwarzwurzelgratin.

SPINATWÄHE

Die Spinatsaison beginnt etwa im März und dauert fast bis Ende Jahr. Spinat kann aber auch gut aus der Tiefkühltruhe gekauft werden, da er so weniger Platz braucht, einfacher zuzubereiten ist und er auch so wirklich gut schmeckt.



Zutaten für ein rundes Blech Spinatwähe (26 Zentimeter Durchmesser):

Kuchenteig (z.B. Migros) oder hier gehts zum Kuchenteig-Rezept zum Selbermachen!
800 g Spinat
1 grosse Zwiebel
1 Knoblauchzehe
4 gehäufte EL Parmesan
1.5 dl Halbrahm
1 Ei, gequirlt
½ Bouillonwürfel

Butter oder Olivenöl

Salz, Pfeffer, Paprika, wenig Cayennepfeffer, eine Prise Muskatnuss


Zubereitung: 
Zwiebeln und Knoblauch in etwas Butter oder Olivenöl andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Spinat dazu geben, kurz mitdünsten. Mit wenig Wasser ablöschen, Bouillon beigeben und bei geschlossenem Deckel kurz dünsten. (Braucht nur wenige Minuten. Der Spinat aus der Tiefkühltruhe ist schon gekocht, der muss lediglich unter Hitze aufgetaut, aufgekocht und gewürzt werden.) Mit Salz, Pfeffer, Paprika, wenig Cayennepfeffer und einer Prise Muskatnuss würzen. Den Rahm und den Käse beigeben und schliesslich kurz in der Pfanne aufwärmen. Pfanne vom Herd nehmen, Spinat etwas auskühlen lassen. Kuchenteig auf Blech legen, Spinatmasse darübergeben. Die Wähe bei 250 Grad in der unteren Ofenhälfte 30 bis 35 Minuten backen.

Zoe Torinesi Blog: Spinatwähe
© zvg

Die Spinatwähe passt perfekt in die aktuelle Saison.

VOLLKORNREIS MIT KAROTTEN-SAHNESAUCE

Karotten haben bei uns fast das ganze Jahr über Saison, daher muss man sich darüber selten Gedanken machen. Die folgende Sauce eignet sich perfekt als Beilage zu Vollkornreis. Mit etwas weniger Flüssigkeit (also weniger Rahm und Wasser) können die Rüebli aber auch als feine Beilage - zum Beispiel zu Fleisch oder Fisch serviert werden.



Zutaten für zwei Personen:


6 mittelgrosse Rüben
½ Bouillonwürfel
1 mittelgrosse Zwiebel

2 Prisen Zucker

2 Schluck Halbrahm 

Majoran, Salz, Pfeffer


Zubereitung: Rüben in Scheiben schneiden, Zwiebel hacken. Zwiebel in Olivenöl andünsten, danach Rüben ebenfalls kurz mitdünsten. So viel Wasser hinzugeben, bis die Rüben knapp bedeckt sind, Bouillon beigeben. Rüben so lange dämpfen, bis sie «durch» sind, sie sollten aber noch etwas Biss haben. Kurz vor Schluss mit Salz, Pfeffer und Majoran würzen. Ganz zum Schluss den Halbrahm beigeben, kurz warm werden lassen, fertig. Tipp: Wenn man die Karotten zu Vollkornreis servieren möchte, dann den Vollkornreis in Bouillonwasser kochen, danach den Reis in einer Bratpfanne im Olivenöl etwas anbraten, so ist seine Konsistenz nicht mehr matschig, sondern schön knackig.

Zoe Torinesi Blog: Vollkornreis mit Karotten
© zvg

Zoe Torinesis Tipp: Vollkornreis mit Karotten.

Habt Ihr saisonale Lieblingsgerichte? Wenn ja, freue ich mich über eure Inputs und Rezepte im unten zur Verfügung stehenden Kommentarfeld!

Mehr aus Zoe Torinesis Kulinarik-Welt finden Sie auf ihrer Website cookinesi.com.

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