Sale, pepe e pomodoro

Sale, pepe e pomodoro

Moderatorin Zoe Torinesi tauscht regelmässig Mikrofon gegen Kochlöffel.

So isst die Welt: Anisch lehrt uns Hummus & Börek

Zu Besuch bei Freunden: Zoe Torinesi lässt sich von der Tänzerin Anisch türkisch bekochen. Und zeigt gleich, wie die Gerichte aus dem Orient zubereitet werden - mit zwei Original-Rezepten.
Blog Zoe Torinesi Anisch Rezept
© Zoe Torinesi

Anisch ernährt sich als professionelle Tänzerin vorwiegend gesund. Sie achtet auf basische Ernährung, isst viel fettarmes Fleisch und Gemüse.

Einmal im Monat besucht «Sale, pepe e Pomodoro» ausländische Freunde und lässt sich traditionell bekochen. Dabei lassen wir uns originale Rezepte verraten und lernen mehr über die jeweilige Küche und ihre Bräuche.

Den Anfang macht Anisch. Die 40-jährige Zürcherin türkischer Abstammung ist professionelle Tänzerin und Choreografin, begeisterte Köchin und mit einem Italiener verheiratet. Anischs Vater war ursprünglich Metzger, betreibt heute einen türkischen Catering und war vor vielen Jahren der Erste, der in der Schweiz Döner verkauft hat. Anisch sagt: «Den orignialen Döner-Kebap isst man eigentlich mit Fladenbrot und ohne Sauce, denn ein richtig guter Kebap besticht durch feines Fleisch, dessen Geschmack man geniessen sollte. Heutzutage wird Döner meist mit minderwertigem Fleisch serviert, deswegen wohl auch die deftigen Saucen.» Bei Anisch kommt kein Schweinefleisch auf den Tisch, nicht aus religiösen Gründen, denn ihre Familie stammt ursprünglich aus Armenien. Die Gründe dafür liegen eher in der Tradition und: «Ich ha dä Gschmack vo Schweinefleisch eifach nöd gärn», so die Tänzerin und Chefin von «Anisch & the PowerDanceGroup».

Blog Zoe Torinesi - So isst die Welt: Fladenbrot

Fladenbrot schmeckt 1A - nicht nur zu orientalischen Speisen wie Hummus.

Was bei den Türken jeweils sogleich auffällt: Sie sind leidenschaftliche Gastgeber, und ohne prall gefülltem Bauch und schönen Erinnerungen an den Abend verlässt niemand das Haus. Anischs orientalischer Hintergrund ist allgegenwärtig, nicht nur in der Deko des Wohnzimmers, es erwartet uns ein wunderschön gedeckter Tisch mit orientalischem Touch und gedämpftem Licht.

Anischs Menü: verschiedene Mezze-Speisen wie Hummus, ein Auberginen-Tomaten-Gericht, Joghurt mit Dill, Lammhackbällchen, Couscous (zubereitet von ihrem Mann), türkisches Rindsvoressen, Börek, ein wunderbares Paprika-Gericht und eine saumässig scharfe, rote Sauce.

Blog Zoe Torinesi - So isst die Welt: gedeckter Tisch

Gedämpftes Licht und die orientalische Tischdeko machen das Ambiente beim feinen türkischen Essen aus.

Sale, pepe e pomodoro: Wenn ich an das Essen meiner Kindheit zurück denke, kommen mir Milchreis mit Zimt und Zucker, Buchstabensuppe und Pasta in den Sinn. Und dir?
Anisch: Wir hatten eine Döner-Maschine zu Hause, es gab Köfte (Hackbällchen), Iskender-Kebap, Lammkoteletts und allgemein kam viel Fleisch auf den Tisch, da mein Papa Metzger war.

Welche Gewürze benutzt man in der türkischen Küche am meisten? 
Koriander, Dill, Zimt, Muskat, Paprika, Peterli, Sesam und natürlich Pfeffer und Salz.

Gibt es Schweizer Gerichte, die du total seltsam findest?
Ja, Rotkraut mit Marroni zum Beispiel oder Rollschinkli. Marroni kannte ich lange nicht und Rotkraut finde ich eine ziemlich fade Angelegenheit.

Was schmeckt dir an unserer Küche besonders gut?
Ich liebe Zürcher Geschnetzeltes mit Rösti!

 

REZEPT

*Hummus*
Zutaten:
250 g Kichererbsen
120 g Tahini (Sesampüree, aus dem türkischen Laden)
1 Zitrone (Saft)
2 Knochblauchzehen, fein gehackt
1-1.5 dl Olivenöl
2 TL Kreuzkümmel
1 TL Salz

Zubereitung:
Kichererbsen eine Nacht in Wasser einlegen, am nächsten Tag die Haut abziehen und Kichererbsen kochen, bis sie weich sind. Kichererbsen im Mixer pürieren, danach alle anderen Zutaten ebenfalls in den Mixer geben und pürieren. Mit Salz abschmecken. In einem Schälchen servieren und mit Petersilie und Paprika garnieren. Falls die Masse noch zu dick sein sollte, einfach etwas Wasser untermischen.