Sale, pepe e pomodoro

Sale, pepe e pomodoro

Moderatorin Zoe Torinesi tauscht regelmässig Mikrofon gegen Kochlöffel.

Traditionelles Spätzli-Rezept mit modernem Touch

Schon mal selber Spätzli gemacht? Food-Bloggerin Zoe Torinesi erklärt, wies geht. Und liefert gleich noch ein feines Rezept: Spätzliauflauf mit Äpfeln und Zwiebeln.
Zoe Torinesi Blog Sale, pepe e pomodoro Rezept Spätzliauflauf mit Apfel und Zwiebel
© Zoe Torinesi

Zoe Torinesi zeigt, wie sie dem traditionellen Spätzliauflauf einen modernen Touch verleiht.

Schweizer Spezialitäten werden heutzutage leider oft verkannt. Unsere Küche ist zwar nicht gerade das, was man «light» nennt, dafür aber vielseitig, traditionsbewusst und für unser kleines Land regional sehr unterschiedlich. In Zukunft werde ich hier im Blog immer mal wieder typisch schweizerische Rezepte veröffentlichen. Kennt Ihr zum Beispiel «Churer Fleischtorte», «Cholera», «Plätzlibroote» oder «Heusuppe»? Dank der Sendung «Öisi Chuchi», für die ich während fast fünf Jahren in die hintersten Ecken der Deutschschweiz reiste, bin ich mit vielen alten Rezepten in Berührung gekommen. Heute kennt man die Speisen oft gar nicht mehr, aber sie schmecken einfach wunderbar!

Macht Ihr beispielsweise noch selber Spätzli? Sie sind wirklich schnell und einfach zubereitet, enorm vielseitig und erinnern mich an meine Kindheit. 
Folgend ein Gericht, das man als Käsespätzlipfanne oder Spätzliauflauf kennt. Dank den Zwiebelringen und vor allem den Äpfeln darin, bekommt das Gericht einen modernen Touch - «a twist», wie die Amerikaner es nennen würden.

REZEPT
*Spätzliauflauf mit Äpfeln und Zwiebeln*

Zutaten:
Als Beilage für vier Personen, als Hauptmahlzeit mit Salat für zwei Personen

250 g Knöpflimehl

1.5 dl Wasser
1 TL Salz
2 Eier

1 mittelgrosse Zwiebel, in nicht zu dünne Ringe geschnitten

1/2 Apfel, gewürfelt
30 g Gruyère, gewürfelt
60 g rezenter Alpkäse, gewürfelt (einer, der schön Fäden zieht)
3 EL Halbrahm
wenig Butter
Salz, Pfeffer, Paprika


Zubereitung:
Mehl in einer Schüssel mit dem Salz vermengen, in einem Massbecher Wasser und Eier verquirlen. Die Flüssigkeit zum Mehl geben und mit dem Knetaufsatz des Handmixers oder mit einer Kelle so lange rühren und Luft darunter ziehen, bis sich Blasen im Teig bilden und der Teig in Fetzen von der Kelle fällt. Der Teig sollte jetzt bei Zimmertemperatur zugedeckt während gut 30 Minuten ruhen. 


Danach Salzwasser zum Kochen bringen und die Spätzli durch ein Spätzlisieb ins Wasser streichen. Wenn die Spätzli an der Oberfläche schwimmen, diese noch etwa eine Minute im Wasser lassen, abschöpfen und gut abtropfen. 


Zwiebelringe in wenig Butter kurz anbraten, beiseitestellen. Eine Auflaufform mit Butter einreiben, Spätzli in Salz, Pfeffer und Paprika wenden. Jetzt wird geschichtet: Zuerst kommt eine Schicht Spätzli auf den Boden der Auflaufform, dann einige Zwiebelringe, Apfel- und Käsewürfel, dann wieder eine Schicht Spätzli, wieder Zwiebelringe, Apfel und Käsewürfel und so weiter, bis alles aufgebraucht ist. Den Abschluss bildet eine Schicht Käse, damit sich eine schöne Kruste bildet. Ganz zum Schluss kommen noch die 3 EL Halbrahm über das Gericht. 
Der Auflauf wird jetzt im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad Umluft ca. 15 bis 20 Minuten gebacken, bis der Käse schön geschmolzen ist. 
Wenn man jetzt mit dem Löffel reinsticht, zieht das Ganze wunderbare Fäden!

Wer mag, kann zum Auflauf Apfelmus servieren. Mmh, e Guete!

Viel Spass beim Nachkochen, über Feedbacks zum Rezept freue ich mich!

Mehr aus Zoe Torinesis Kulinarik-Welt finden Sie auch auf ihrer Website cookinesi.com. Im Dossier von SI online: Weitere «Sale, pepe e pomodoro»-Blogs.