Saturday Night Fever

Saturday Night Fever

Trends und Tücken im Nachtleben - scharf beobachtet von DJ TapTap.

DJ oder Diva? Die Extrawürste der Stars

Unsere Bloggerin Zoe Torinesi nimmt die Sonderwünsche von Star-DJs unter die Lupe. Mittlerweile nehmen sich die Plattenaufleger nämlich mindestens genauso wichtig wie Justin Bieber und Co.

Die Tatsache, dass Star-DJs mittlerweile auch mal Gagen von bis zu 250'000 Dollar pro Abend verlangen und von ihren Fans fast so sehr verehrt werden wie Justin Bieber, lockt keinen mehr hinter dem Ofen hervor.

Als mir ein Freund aber kürzlich erzählte, dass nach ihm ein sehr berühmter DJ auflegte und für den «Mössiö» explizit eine Nespressomaschine (inklusive Milchschäumer und anderen Kram!) an einen Open-Air-Gig gekarrt werden musste, fand ich das schon sehr amüsant. Um einen Star-DJ zu buchen, reicht es nicht, einfach ganz viel Geld auf den Tisch zu legen. Mit den Managements muss man sich darum streiten, welcher von den Musikern nun berühmter ist, weiter oben und grösser auf dem Plakat stehen muss und mit einem hübschen Korb Wodka und den dazugehörigen Red-Bull-Dosen ist es dann auch nicht getan. Praktisch jeder berühmte DJ verlangt eine Liste an Getränken, die so lang ist, dass man während des Lesens schon eine halbe Flasche Gin leeren kann. Ich hab mich mal auf die Suche nach den skurrilsten Wünschen der Stars gemacht und bin mehr als fündig geworden. 

Deadmau5 erscheint immer mit grosser Entourage an seinen Gigs. Diese benötigt ein Büro, zwei Garderoben mit dimmbarem Licht, Klimaanlage und Dusche mit 30 Handtüchern. Die Räume müssen eine Stunde vor Erscheinen des Künstlers auf perfekte Sauberkeit überprüft werden und beim Frühstück dürfen warme Brötchen und vegetarische Suppe für 14 Personen nicht fehlen. 

In Paul van Dyks Verträgen steht, dass der Künstler von jedem Punkt des Raumes aus gut sichtbar sein muss. In der Künstlergarderobe werden eine Dusche sowie drei weisse Handtücher benötigt - ausserdem verlangt er nebst Früchten, Snacks und vielen Getränken eine Kaffeemaschine und einen Teekocher.

Dirty South benötigt einen - ständig zur Verfügung stehenden - Fahrer und Filzstifte im Backstage-Bereich. Wofür auch immer...

Das DJ-Duo Groove Armada möchte vom DJ-Pult aus keine Essenstände sehen. Sie verlangen Mittag- und Abendessen für 16 Personen, Bügelbrett und Bügeleisen Backstage und die Getränkeliste ist so lang, dass man mindestens zwei Autos braucht um alles hinzukarren. 

Durchstarter Steve Aoki will ein Gummiboot für 2-3 Personen pro Gig (es gibt sogar ein Bild davon, wie das aussehen sollte!), Konfettimaschinen und einen Co2-Bläser. Der DJ nächtigt nur in 5-Stern-Suiten, verlangt eine Käse-Pizza und Mundwasser im Backstage-Bereich. Ausserdem möchte er verschiedene T-Shirts, Unterhosen, Socken und - man glaubt es kaum - einen grossen Kuchen.

DJ Roger Sanchez darf ausschliesslich mit Luxuskarrossen vom Flughafen abgeholt werden und möchte absolut keine Leute neben ihm im DJ-Booth stehen haben. Falls der DJ vor ihm etwas liegen lässt, ist das sein Pech. Dann muss er halt warten, bis Mr. Sanchez fertig ist.

Wenn ich mir was wünschen könnte, dann eine Feuerstelle Backstage, um Schlangenbrot und Schweizer Cervelats zu bräteln. Drei Paar Bally-Stilettos in verschiedenen Farben um Wodka-Rimuss daraus zu trinken und zwei Masseure: Einen für die Füsse und einen für den Kopf, vielleicht wird mir der ja so wieder etwas zurechtgerückt.

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