Saturday Night Fever

Saturday Night Fever

Trends und Tücken im Nachtleben - scharf beobachtet von DJ TapTap.

Silvester - der schmale Grat zwischen Riesensause & Katastrophe

Der 31. Dezember ist doch ein Tag wie jeder andere auch, eigentlich. Doch an Silvester sind die Erwartungen besonders hoch. So hoch, dass die Enttäuschung unausweichlich ist. Blogger und DJ Ramon Joss gibt Tipps, wie die Party des Jahres nicht im Fiasko endet.
Blog Ramon Joss Silvester 2013 Riesenparty
© Getty Images

Man muss die Feste feiern, wie sie fallen. Nur sind die Erwartungen an Silvester besonders hoch. 

Der Jahreswechsel naht, und damit die potentiell ausuferndste Partynacht des Jahres. Eine Nacht, für die sich die meisten wünschen, dass sie perfekt wird, schliesslich will man mit Pauken und Trompeten ins neue Jahr starten, das Vergangene, wenns beschissen war, sofort vergessen oder, wenns toll war, grad noch toppen. 

Ich persönlich verstehe das ganze Theater nicht so ganz. Eigentlich ist sie doch eine Nacht wie jede andere, und man sollte sie begehen, wie immer man grad Lust hat, ganz ohne Planungsstress und künstliche Aufregung. Aber nachvollziehen, dass Silvester für viele eine Symbolik hat, ja, ein Ritual ist, kann ich schon.

Darum hab ich mal wieder ein paar Tipps parat, damit die Nacht der Nächte nicht zum Fiasko wird:

  • Einteilen! Ganz wichtig. An Silvester trinken ganz viele Menschen sehr viel mehr, als sie es normalerweise tun würden und ertragen können. Keine gute Idee. Wer nicht zu den Abgehärteten gehört und nicht schon um ein Uhr nachts taumelnd vergebens ein Taxi suchen will, sollte einteilen - bereits beim Essen. Simpel, aber oft vergessen.
  • Keine Experimente, zum Ersten. Geht dahin, wo ihrs kennt und mögt. Denkt nicht: «An Silvester kann ich ja nicht dahin, wo ich eh immer bin». Doch, könnt ihr, und es macht Sinn. Wenn ihr was Neues machen wollt, dann geht doch mal in die Berge, denn in den Clubs in Davos, der Lenzerheide, Arosa oder St. Moritz (Achtung, schweineteuer) steppt eigentlich immer der Bär an Silvester.
  • Keine Experimente, zum Zweiten. Wenn ihr beispielsweise in einer grossen Gruppe zu feiern gedenkt, schaut, dass die Truppe auch zusammenpasst. Wenn sich jemand anschliessen möchte, den die Mehrheit nicht so toll findet - geht keinen Kompromiss ein. Klingt hart, bewahrt Euch aber unter Umständen vor Nervenkrieg.
  • Erwartet nichts. Wer schon einen Monat vor dem Jahreswechsel nur noch daran denkt, dass bald «die Party des Jahres» ansteht, kann eigentlich nur enttäuscht werden. Silvesterpartys sind genau aus diesem Grund oft verkrampft. Tut Euch selbst und allen anderen den Gefallen und nehmts mal easy. Wenn die Party toll wird, super. Wenn nicht, auch egal. Es ist noch keiner gestorben, wenn er an Silvester früh nach Haus ging, weils nicht «läss» war. Am Übertreiben, um das «läss» werden zu erzwingen, schon.
  • Zu guter Letzt, für alle, die mit dem ersten Tipp nicht so klar kommen, lest mal hier.


    In diesem Sinne wünsche ich allen einen guten Rutsch und vor allem ein gesundes, erfolgreiches und von Liebe erfülltes, neues Jahr - ganz egal, wie es beginnen mag! Weitere «Saturday Night Fever»-Blogs finden Sie im SI-online-Dossier.