Saturday Night Fever

Saturday Night Fever

Trends und Tücken im Nachtleben - scharf beobachtet von DJ TapTap.

Die «Worst 5»-Songs 2013

Das Jahr 2013 brachte Ramon Joss im Grossen und Ganzen musikalisch gesehen viel Interessantes. Doch einige Songs gingen gar nicht, findet DJ Ray Douglas. Der Blogger fasst die Top fünf der schlechtesten Lieder des vergangenen Jahres zusammen.
Blogger Ramon Joss über die fünf schlechtesten Songs 2013
© via fazemag.de

Klingande fallen bei DJ Ray Douglas mit ihrem Song «Jubel» in Ungnade. Das französische Duo lieferte seiner Meinung nach den schlechtesten Song im Jahr 2013.

Die SFR 3 Jahreshitparade am 1. Januar ist längst verklungen, den Tagesschau-Jahresrückblick zwischen Weihnachten und Neujahr haben wir auch hinter uns, und Facebooks Fotoreview 2013 hat trotz hartnäckigem Empfehlen kaum einen interessiert. Einen hab ich trotzdem noch für Euch.

Das vergangene Jahr hatte musikalisch sehr viel Interessantes und einige echt lässige Hits zu bieten. Es brachte aber auch ein paar Songs hervor, die mir so sehr auf den Sack gingen, dass sie es verdient haben, hier zusammengefasst zu werden. Mögen wir 2014 von solchen Liedern verschont werden. Ein frommer Wunsch, der kaum in Erfüllung gehen wird.  Happy New Year!

PLATZ 5: MARTIN GARRIX - «WIZARD»

Der Erstling hatte was. «Animals» kickt ordentlich und klingt innovativ. Das Ding hier hingegen ist einfach Chilbimusik pur und austauschbar mit einem Dutzend Songs aus den Beatport Top 100. Garrix’ Beweis, dass er kein «One Hit Wonder» wird, steht noch aus.

PLATZ 4: DJ ANTOINE - «BELLA VITA»

Ich gehöre nicht zu den DJ-Antoine-Hassern. Im Gegenteil, ich habe grössten Respekt vor seinem Erfolg, der kein Zufall ist. Und seine Mix-CDs um die Jahrtausendwende waren auch musikalisch voll ok. Selbst «Ma Chérie» kann ich was abgewinnen, da man es so wunderbar neu interpretieren kann - «all I want is Vujo, ma chérie». «Bella Vita» aber ist überflüssig wie Ausschlag.

PLATZ 3: PASSENGER - «LET HER GO»

Kein Clubtrack, aber der musste hier rein. Leute wie Passenger erhöhen nur die Selbstmordrate unter Depressiven und haben daher schlicht keine Existenzberechtigung. Und hat den Typ eigentlich niemand darüber aufgeklärt, dass es schon James Blunt gibt und er daher unnötig ist?

2. PLATZ: DAVID GUETTA FT. NE-YO - «PLAY HARD»

Gut gesampelt ist halb gewonnen. Gut gesampelt, ja. «Play Hard» gehört nicht in diese Kategorie. Es gibt wenige Tracks, wegen denen ich einen DJ nicht ernst nehmen kann, wenn er sie spielt. Der hier ist einer davon. Schlecht von A - Z. Auf einer Skala von 1 bis 10 gibt’s eine Zwei. Aber nur deshalb, weil ich das Original von Alice Deejay aus sentimentalen Gründen mag.

PLATZ 1: KLINGANDE - «JUBEL»

Jubel? Nein. Brechreiz, ja. Findige Kerle, die beiden Franzosen, das muss man ihnen lassen. Man mische so was wie «Sonnentanz» mit Saxophon à la Bakermat und fertig sind der Welthit und die Katastrophe. Meine absolute Nerv-Nummer-1 2013. Wer sich beim Hören dieses Ergusses an Disharmonie noch cool fühlt, weil er es für Deep House hält, dem ist musikalisch kaum mehr zu helfen.

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