Saturday Night Fever

Saturday Night Fever

Trends und Tücken im Nachtleben - scharf beobachtet von DJ TapTap.

Eigenlob stinkt - und kann für DJs Folgen haben

Was haben Paris Hilton, Mr. Pink und Sir Colin gemeinsam? Sie alle haben sich schon einmal verschätzt, als es um ihren Status als DJ ging, wie unser Blogger DJ Ray Douglas herausfand.
Paris Hilton DJ Nightlife Blog
© Dukas

Versucht sich nur noch selten als DJ: Paris Hilton.

Dass sich Paris Hilton als DJ versucht ist mittlerweile weitherum bekannt. Ebenfalls greift sie gerne mal verbal in die Tonne, so auch in einem kurzen Video, das vor dem letzten Silvester entstand. Darin befördert sich die Hotelerbin grad mal flux selber in die Liga der Top 5 DJs auf der Welt.


Paris Hilton -- I'm One of the Top 5 DJ's in the World ... Seriously. - Watch More Celebrity Videos or Subscribe


Allerdings ist es unterdessen, mal abgesehen von ihren oft belächelten Auftritten im Amnesia Ibiza, einigermassen still geworden um die Blondine, was Ihre Karriere hinter den Plattentellern anbelangt. Dass solche Selbsternennungen nach hinten losgehen können haben vor Hilton auch zwei Schweizer DJs erlebt. Vor ein paar Jahren war es richtiggehend «in», seine Position im hiesigen Zirkus durch Selbstdarstellung festigen zu wollen. Einer der damals unbestritten Erfolgreichsten im kommerziellen Bereich, Sir Colin, veröffentlichte 2007 eine Single mit dem Titel «Nummer 1»

Das Video und der Text sprechen für sich, und die Häme liess nicht lange auf sich warten. Obwohl der durchaus sympathische Wädenswiler hierzulande immer noch gut unterwegs ist, liefen ihm Kollegen aus seinem Segment den Rang bei weitem ab - wie Antoine oder Remady, die längst international für Furore sorgen. Und auch der gerne gesehene Gast in den Klatschspalten, Mr. Pink, lehnte sich zur gleichen Zeit massiv aus dem Fenster, als er behauptete, zu den Top 3 in der Schweiz zu gehören.

Seine Karriere kam ins Stocken, dafür erschien er umso mehr in den Medien, zu seinem Leidwesen nicht unbedingt in positivem Kontext: Die schier unglaubliche Geschichte rund um seinen pinkfarbenen Porsche, den er von Autoschiebern klauen liess, um dann das Versicherungsgeld zu kassieren, sorgte landesweit für Kopfschütteln und Gelächter.

Die Moral von der Geschichte: Einbildung ist auch eine Bildung. Aber eine nicht sehr hohe.

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