Saturday Night Fever

Saturday Night Fever

Trends und Tücken im Nachtleben - scharf beobachtet von DJ TapTap.

1001 Party-Nacht...

Die Arabischen Emirate haben es unserer Bloggerin Virginia Gomez alias DJ TapTap als Arbeitsort angetan. Die Bloggerin verrät, weshalb.

Während in den letzten Jahren Orte wie Dubai oder Abu Dhabi jedem ein Begriff geworden sind, muss sich manch einer bei der Stadt Doha noch überlegen, wo das genau sein könnte. Momentan noch eher ein Geheimtipp, wird Doha spätestens 2022 in aller Munde sein.

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben es mir schon seit Längerem angetan, und ich freue mich immer sehr, wenn ich dort für einen Auftritt hinreisen darf. Unterdessen habe ich auch die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern kennen und schätzen gelernt. Dubai zum Beispiel ist das internationalste, offenste und dadurch auch lockerste Emirat. Touristen sind sehr willkommen, Shopping erinnert an Amerika, Restaurants und andere Attraktion gibt es im Überfluss, die Clubs sind hochkarätig und die Partys wild.

Das nur eine Autostunde entfernte Abu Dhabi war in letzter Zeit oft Kulisse für alle möglichen Filme wurde so immer bekannter. Abu Dhabi ist aber teurer und exklusiver als alle anderen Emirate. Noch nicht so westlich wie Dubai, aber auf dem besten Wege dazu. Seit einiger Zeit dürfen die Clubs in Abu Dhabi ebenfalls bis drei Uhr geöffnet bleiben.

Und last but not least Katar, mit schon erwähnter Hauptstadt Doha. Da war ich letzten Dienstag mal wieder, eine Nacht lang.

Doha liegt an der Ostküste der arabischen Halbinsel, direkt am Persischen Golf. Leider hatte ich einen so straffen Zeitplan, dass ich nur kurz die Füsse ins Meer halten konnte - aber das Wasser war so warm, dass es so oder so keine grosse Abkühlung gebracht hätte. Das Thermometer zeigte übrigens 46 Grad an... Dann lieber in einem klimatisierten Restaurant noch kurz ein paar arabische Spezialitäten ausprobieren. Das Essen in Doha ist nämlich enorm vielfältig, man kann sich quasi kulinarisch rund um den Globus essen. Die Qualität war bis jetzt immer überall absolut top.

In Doha gibt es nicht ganz so viele Nachtclubs, und sie sind auch nicht gigantisch oder pompös wie in anderen Emiraten. Für Schweizer im normalen Verhältnis, ähnlich wie bei uns zu Hause. Ganz anders verhält es sich aber mit dem Zeitrahmen des Partyvolkes. Da in allen Clubs strikt um zwei Uhr in der Früh das Motto gilt «Musik aus, Gäste raus», verschiebt sich alles zeitlich etwas nach vorne. Es ist normal, zwischen neun und zehn Uhr schon einen vollen Dancefloor vorzufinden.

Der musikalische Mix ist meistens etwas zwischen eher kommerziellen Urban-, Deep- und Arabic-Klängen, was aber absolut seinen Reiz hat. Das Publikum interessiert sich weniger für grosse Namen (als Laidback Luke vor kurzem dort auflegte, war der Club nur halbvoll) als viel mehr für Leistung und eine gute Stimmung. Obwohl Alkohol nicht zu knapp fliesst, bleiben die Leute sehr anständig und Stress gibt es so gut wie nie. Dies wiederum hat mit den ausserordentlich strengen Gesetzen zu tun.

Leider musste ich am Morgen umgehend wieder zurück nach Zürich düsen, aber ich freue mich schon auf das nächste Mal. Dann bleibe ich nicht nur für eine Party, sondern für 1000 Nächte, vielleicht für 1000 Partys. Oder zumindest bis ich 1000 und einen Stern am Himmelszelt in der Wüste gezählt habe...

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